Siegfried Küttler: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Bücher und Medien zur Brüderbewegung

Re: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon asderrix am Sa 17. Dez 2011, 07:41

Hallo Michael.
schneid9 hat geschrieben: Bei aller berechtigten Kritik an den "Wessis", die nach der Wende in den Osten zogen und die dortigen Versammlungen beeinflussten, erscheint es mir doch etwas zu billig, ihnen die alleinige Schuld zuzuschieben.

Zwar sagte mir jemand(ein Wessi ;) ) aus der AV auch:
Es macht mich traurig, dass wir mit der Wende in die Versammlungen diese Spaltung brachten.
Aber, ja da hast du Recht, es spielten vermutlich mehrere Faktoren mit hinein in diese traurige Entwicklung.
Ein sehr wichtiger Faktor ist sicher die neue Freiheit, die es nicht mehr nötig machte, zusammen zu stehn um gegen das System DDR zu bestehn. Wäre die Wende nicht gekommen, hätte vermutlich dieser intensive Trennungsprozess nicht statt gefunden, aber einzelne Abspaltungen(ähnlich wie Hammerbrücke) hätte es sicher gegeben.
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Re: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon TJS am Sa 17. Dez 2011, 16:15

Lieber "asderrix",

vielen Dank für deine Einschätzung der Sachlage und prima, dass sich mit dir ein weiterer Zeitzeuge aus der ehemaligen DDR zu Wort meldet!
Vielleicht ist ja ein geistlicher, wenn auch kontroverser Austausch möglich, wodurch am Ende für jeden interessierten, aufrichtigen Betrachter deutlich wird, wie sich die Situation damals tatsächlich gestaltet hat. Ich würde das jedenfalls sehr begrüßen.

So schreibst du u.a.:
asderrix hat geschrieben:Das was Bruder Küttler (nicht Dieser Küttler, grausamerer Diskussionsstile @ Ecclesia ) geschrieben wurde [...]

Etwas zur Klarstellung: Siegfried Küttler ist mein Bruder in CHRISTUS. Hoffentlich habe ich nie den Eindruck erweckt, ich hätte Zweifel an Bruder Küttlers Gotteskindschaft.
Außer leider genügend Anlass zu begründeter Kritik an den z.T. einseitigen, verklärenden sowie geschichtsklitternden Darstellungen in seinen Memoiren, habe ich S. Küttler selbstverständlich auch Gutes zu verdanken. So hatte er mir seinerzeit z.B. eine durchschossene Elberfelder Bibel geschenkt (2 Teile; in Fraktur). Und allein wegen des Altersunterschiedes (S. Küttler ist ca. 32 Jahre älter als ich) gebürt ihm mein aufrichtiger Respekt. Dieser Respekt darf allerdings nicht dazu verführen, parteilich zu sein oder Sünde nicht mehr "Sünde" zu nennen.
Übrigens drückte ich damals meine Wertschätzung ihm gegenüber u.a. dadurch aus, dass ich ihn darum gebeten hatte, einen jungen Glaubensbruder unseres - wie ich inzwischen meine - aus einer kleinen geistlichen Erweckung in Schmalkalden hervorgegangenen "Bibelkreises" zu taufen (was er auch getan hat).

asderrix hat geschrieben:[...] und von TJS so vehement angegriffen wird, kann ich als ehemaliger DDR Bürger nur hundertprozentig bestätigen.

An dieser Stelle hätte ich es gern präzise: Was genau kannst du als ehemaliger DDR-Bürger "nur hundertprozentig bestätigen", das von mir "so vehement angegriffen wird"?
Bist du etwa allen Ernstes der Ansicht, man hätte die Mitgliedscchaft in kommunistischen Massenorganisationen nicht grundsätzlich verweigern bzw. eine bestehende Mitgliedschaft nicht ad hoc wieder kündigen können?

asderrix hat geschrieben:Ich habe das Buch auch gelesen und finde es mehr als realistisch, das was ich in DDR Zeiten erlebte wird da wahrheitsgemäß wiedergegeben.

"Mehr als realistisch" - genau das meine ich: dieses "mehr als".
"[...] wahrheitsgemäß wiedergegeben" - eben nicht, sondern wie du zuvor geäußert hast: "mehr als realistisch".
Denn entweder wird eine historische Situation rückblickend "realistisch", d.h. wirklichkeitsgetreu widergespiegelt oder "mehr als realistisch", d.i. "unrealistisch" (= nicht wirklichkeitsgetreu).

asderrix hat geschrieben:Aus anderen Beiträgen von TJS schlussfolgere ich, dass das Suchen nach Fehlern in diesem Buch, und er hat ja wirklich nichts gravierendes gefunden, lediglich Resultat eines nie bereinigten Konflikts mit Bruder Küttler ist.

Deine Schlussfolgerung enthält zunächst folgenden Fehler:

S. Küttlers Memoiren habe ich mir aus purem Interesse gekauft, nicht um darin nach Fehlern zu suchen (wie du unterstellst). Auslöser für den Kauf waren die beiden Rezensionen (siehe oben) und zwar vor dem Hintergrund eines meiner Interessengebiete: Geschichte im Allgemeinen, Kirchengeschichte im Speziellen und die „Brüder“geschichte im sehr Speziellen.
Für Berichte von Zeitzeugen habe ich immer sehr viel übrig gehabt und bin dankbar für manche Gespräche, die ich mit Vertretern älterer Generationen führen durfte. Da ich im aktuellen Fall den Autor persönlich kenne, war ich auf seine Erinnerungen um so mehr gespannt. Von einer „Suche nach Fehlern“ kann also überhaupt keine Rede sein.
Im Gegenteil: Andere Geschwister, die S. Küttler zum Teil noch besser kennen als ich, äußerten mir gegenüber ihr Unverständnis darüber, dass sich der Autor überhaupt hat dazu hinreißen lassen, so etwas wie eine Autobiographie auf den öffentlichen Markt zu bringen. Für Vertreter der Brüderbewegung sei dies eher ungewöhnlich. Mancher äußerte den Verdacht, dass S. Küttler seinerseits sich selbst in einem sonnigen Licht darstellen und nicht zuletzt mit den Verursachern der Spaltungen unter den „Exklusiven“ abrechnen will.
Solchen Kritikern gegenüber hatte ich den Autor in Schutz genommen und die Auffassung vertreten, dass es für uns Jüngere durchaus hilfreich sein kann, die Erinnerungen der Alten zur Kenntnis zu nehmen sowie aus ihnen zu lernen.

Was die „Fehler“ angeht, so muss ich nicht lange suchen. Ich vermag während des schlichten Lesens die Darstellungen des Autors mit meinen eigenen Erinnerungen abzugleichen. Um bei mangelnder Übereinstimmung zwischen den Darstellungen des Autors und meinen Erinnerungen sicher zu gehen, ob mein Gedächtnis möglicherweise nicht mehr gut genug funktioniert, frage ich schon mal bei anderen Zeitzeugen nach, wie diese meine Erinnerungen bzw. die Diskrepanz zwischen den Darstellungen des Autors und meinen Erinnerungen werten. Dies habe ich z.B. auch mit Blick auf die Darstellungen des Autors hinsichtlich der Mitgliedschaft in den kommunistischen Massenorganisationen getan.

Bereits vor knapp 2 Jahren antwortete mir ein Bruder, der im Milieu der DDR-„AV“ aufgewachsen war, auf Nachfrage: „Lieber Thomas, [...] Eine Mitgliedschaft bei Pionieren, FDJ und Jugendweihe gab es eigentlich nie, denn das ging als Christ nicht. Allerdings sahen das einige bei dem FDGB nicht so eng, obwohl von den Satzungen her auch das nicht passte. Man hat dann von den Urlaubsangeboten profitiert [...]“ (Hervorhebungen in Fettdruck von mir)
Ob nun „Pioniere“, FDJ, DSF, FDGB ... in ihrem Wesen und Selbstverständnis gab es keinen Unterschied: Alle diese politischen Organisationen dienten de facto als Transmissionsriemen zur ideologischen Vereinnahmung der Bevölkerung im Sinne der antichristlichen Doktrin des Marxismus/ Leninismus.
Es bleibt mir ein Rätsel, wie man als Christ - unter Wahrung einer aufrichtigen Herzenshaltung - etwa einen Unterschied zwischen FDJ und FDGB herbeilügen kann!

Zum zweiten Teil deiner Aussage im Satz oben: Legst du es wirklich darauf an, dass ich auch auf die „gravierenden“ Dinge in Küttlers Buch zu sprechen komme? Vermutlich würde es dir gar nicht gefallen, worüber hier dann ebenfalls nachgedacht werden müsste.

Zum letzten Teil deiner Aussage im Satz oben: In der Tat, dass ich mich hier überhaupt zu diesem Themenkomplex äußere, hat durchaus etwas mit dem bis heute bzgl. dieser Punkte unbereinigten Konflikt zu tun. Allerdings beschränkt sich dieser Konflikt nicht auf S. Küttler und mich. Meine Position hatten damals noch andere Christen eingenommen, Küttlers Position wird heute noch von etlichen verteidigt. Du gehörst doch selbst zu den Verteidigern der „AV“-Inkonsequenz, die ich Heuchelei nenne.

asderrix hat geschrieben:Was die Mitgliedschaft in DSF, oder anderen Organisationen der DDR angeht, ich habe eine Anstellung als Lehrmeister nicht angenommen, weil damit verbunden war, Mitglied der DSF zu werden [...]

Gibst du damit nicht selbst zu, dass solche Mitgliedschaften grundsätzlich freiwillig und lediglich bei bestimmten Karrierebestrebungen mehr oder weniger Bedingung waren?!
Begnügte man sich jedoch mit einer Stellung im unteren Bereich der Karriereleiter, so fehlte den vereinnahmenden Funktionären das wirkungsvollste Druckmittel hinsichtlich der Mitgliedschaft in derartigen Organisationen, die sich übrigens in jedem Fall als Bekenntnis-Organisationen im Sinne des ideologischen Marxismus/ Leninismus definierten (siehe deren Statuten).

asderrix hat geschrieben:[...] ich würde mich aber nie entreister, Geschwister, die in dieser oder anderen Organisationen deshalb anzugreifen oder zu verunglimpfen.

Bitte erlaube mir auch dazu ein paar Gedanken:

(1) Wen habe ich "verunglimpft"?
Ich greife niemanden wegen der Mitgliedschaft an, sondern mir ging es von Anfang an vor allem um die Heuchelei führender, verantwortlicher Brüder: Einerseits deren strenge „Reinheitslehre“ in puncto „Tisch des Herrn“, so dass Christen anderer Traditionslinien nur aufgrund ihrer nominellen Zugehörigkeit - etwa zu einer sog. Freikirche - nicht zum Gedächtnismahl zugelassen waren, andererseits „sahen das einige bei dem FDGB (Anm.: DSF etc.) nicht so eng, obwohl das von den Satzungen her auch nicht passte“.
Kannst du mir folgen?

(2) Wie verstehst du folgenden Abschnitt aus der Lehre der Apostel:
Der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief hat geschrieben:6:14 Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?
16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein."
17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen;
18 und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige.
7:1 Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.
(2Kor 6:14-7:1 - EL3 = Elberfelder 2003)


Ein Übersetzungsvergleich fördert möglicherweise auch hier das rechte Verständnis:
Der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief hat geschrieben:6:14 Lasst euch nicht mit Ungläubigen in dasselbe Joch spannen. Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam?
15 Welche Übereinstimmung gibt es zwischen Christus und dem Teufel? Was verbindet einen Gläubigen mit einem Ungläubigen?
16 Und wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzen? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und leben. Ich werde ihr Gott und sie werden mein Volk sein."
17 Darum "zieht weg und trennt euch von ihnen", spricht der Herr, "und rührt nichts Unreines an, dann werde ich euch aufnehmen.
18 Ich werde euer Vater und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein"
, spricht der Herr, der Allmächtige.
7:1 Diese Zusagen gelten uns, liebe Geschwister. Darum wollen wir uns von allem rein halten, was Körper und Geist beschmutzt, und in Ehrfurcht vor Gott die Heiligung verwirklichen.
(2Kor 6:14-7:1 - NE2 = Vanheiden)


Bitte vergleiche die oben zitierten Gebote an uns Christen mit dem ideologischen Selbstverständnis jener marxistisch-leninistisch ausgerichteten Bekenntnis-Organisationen. Bitte richte dein Augenmerk dabei auch auf die erklärten Pflichten der Mitglieder und bewerte noch einmal die Mitgliedschaft geistlich.
Auszüge aus den Statuten zwei der wichtigsten jener Organisationen hatte ich bereits zur Verfügung gestellt:

asderrix hat geschrieben:Ich weiß auch von manchen, die durch ihre Zugehörigkeit zu diesen Organisationen und einen verbindlich gelebten Glauben in diesen Organisationen, für Leute aus diesen Organisationen zum Segen wurden, bzw. Entscheidungen zum Besseren beeinflussen konnten.

Auch dazu eine unschuldige Frage, an deren präziser Beantwortung ich sehr interessiert bin:
Auf welche konkrete Weise sind jene dir bekannten Christen solchen Leuten „aus diesen Organisationen zum Segen geworden“, wie sie es nicht auch ohne eigener Mitgliedschaft in „diesen Organisationen“ hätten sein können?
Oder anders formuliert: Auf welche Weise sind jene dir bekannten Christen solchen Leuten „zum Segen geworden“, speziell weil (nicht: ‚trotzdem’] jene Christen ebenfalls in „diesen Organisationen“ Mitglied waren?
Bitte nenne zwei, drei konkrete und belastbare, d.h. nachprüfbare Beispiele.
Die Summe DEINES Wortes ist Wahrheit,
und jedes Recht DEINER Gerechtigkeit bleibt ewig.

Psalm 119:160
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Re: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon asderrix am Sa 17. Dez 2011, 18:55

Lieber TJS,
Du schreibst:

Bist du etwa allen Ernstes der Ansicht, man hätte die Mitgliedscchaft in kommunistischen Massenorganisationen nicht grundsätzlich verweigern bzw. eine bestehende Mitgliedschaft nicht ad hoc wieder kündigen können?

Du zitierst:

Nachdem sie dann unterschrieben hatten, schnappte die Falle zu. In die DSF konnte man nämlich wohl ein- aber schwerlich wieder austreten.

Also ist deine Frage leider das Resultat einer Fehlinterpretation, um es zu deinen Gunsten auszulegen.
Diese Aussage von Bruder Küttler ist, wie dir oben schon dargelegt, voll zutreffent, er schrieb schwerlich, das heißt dass ein Austritt im Normalfall mit Repressalien und Schlimmeren verbunden war.

"Mehr als realistisch" - genau das meine ich: dieses "mehr".
"[...] wahrheitsgemäß wiedergegeben" - eben nicht, sondern wie du zuvor geäußert hast: "mehr als realistisch".
Denn entweder wird eine historische Situation rückblickend "realistisch", d.h. wirklichkeitsgetreuwiedergespiegelt oder "mehr als realistisch", d.i. "unrealistisch" (= nicht wirklichkeitsgetreu).

Die Steigerung eines Begriffes ist nie das Gegenteil, oder ist mehr als fürsorglich unfürsorglich.
Deine Ausführungen wirken auf mich polemisch, denn ich bezweifle, dass du nicht wusstest, was ich damit ausdrücken wollte.

Bereits vor knapp 2 Jahren antwortete mir ein Bruder, der im Milieu der DDR-„AV“ aufgewachsen war, auf Nachfrage: „Lieber Thomas, [...] Eine Mitgliedschaft bei Pionieren, FDJ und Jugendweihe gab es eigentlich nie, denn das ging als Christ nicht. Allerdings sahen das einige bei dem FDGB nicht so eng, obwohl von den Satzungen her auch das nicht passte. Man hat dann von den Urlaubsangeboten profitiert [...]“(Hervorhebungen in Fettdruck von mir)

Dieses Zitat und deine folgende Aussage:

Es bleibt mir ein Rätsel, wie man als Christ - unter Wahrung einer aufrichtigen Herzenshaltung - etwa einen Unterschied zwischen FDJ und FDGB herbeilügen kann!

..sind das Problem der AV/Brüderbewegung und vieler Christen, die sich bemühen ein gutes und glaubwürdiges Christsein zu leben, dass sie am Altar stehen und mit erhobenen Haupt zu Gott sagen, du kannst echt froh sein dass du mich hast und ich nicht so bin wie die:
Zöllner,
FDGB Mitglieder,
usw.

Ich mache übrigens keinen Unterschied zwischen FDGB, DSF, Ost CDU, usw., ich achte aber die Entscheidungen dieser Geschwister und beurteile sie nicht wie ein Pharisäer, Zöllner und Huren verurteilte, was meiner Überzeugung nach schlimmer ist.

Du gehörst doch selbst zu den Verteidigern der „AV“-Inkonsequenz, die ich Heuchelei nenne.

Nein ich gehöre zu denen, die an vielen Punkten meines Lebens inkonsequent war, oder man kann sagen geheuchelt habe, und die deshalb nicht mit Steinen werfen können.

Gibst du damit nicht selbst zu, dass solche Mitgliedschaften grundsätzlich freiwillig

Ja klar, das hat niemand bestritten, auch Bruder Küttler nicht.

und lediglich bei bestimmten Karrierebestrebungen mehr oder weniger Bedingung waren?!

Das ist falsch, es gab auch Geschwister die keine Gewissensprobleme damit hatten und das nicht um des persönlichen Vorteils willen gemacht haben.

Ich war versucht in die Bibelstellenschlacht die du begonnen hast einzutreten, allerdings ist das wie an vielen Vergangenen Diskussionen in diesem und andern Foren belegbar, müßig, da immer die Bibelstelle auch eine andere Bedeutung haben kann, was ja sehr viele der hier mitlesenden und bibelkundigen Christen bestätigen könnten.
Würde ich dir zum Beispiel jetzt Römer 14 empfehlen zu lesen und danach zu handeln, wäre deine Reaktion für mich berechenbare.

Ich greife niemanden wegen der Mitgliedschaft an, sondern mir ging es von Anfang an vor allem um die Heuchelei führender, verantwortlicher Brüder: Einerseits deren strenge „Reinheitslehre“ in puncto „Tisch des Herrn“, so dass Christen anderer Traditionslinien nur aufgrund ihrer nominellen Zugehörigkeit - etwa zu einer sog. Freikirche - nicht zum Gedächtnismahl zugelassen waren, andererseits „sahen das einige bei dem FDGB(Anm.: DSF etc.) nicht so eng, obwohl das von den Satzungen her auch nicht passte“.

Wie gesagt, ich finde das auch nicht richtig, wobei die so genannte Reinheitslehre, ein Thema für sich ist, sehe mich aber außerstande dir beim Steinewerfen zu helfen, will eher vor dem Schaden warnen, den du dabei anrichtest, weil du dein Gewächshaus zertrümmerst.

Bitte nenne zwei, drei konkrete und belastbare, d.h. nachprüfbare Beispiele.

Das werde ich mit Sicherheit nicht tun, da ich finde, das was du z.B. über die Brüder in Schmalkalden mit Namensnennung getan hast ist schlimm, würde ich von Geschwistern nun solche Details in einem öffentlichem Forum preisgeben, vielleicht sogar mit Namensnennung, wäre das unverantwortlich.
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Re: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon Clemens A. Heidrich am Di 5. Feb 2013, 20:35

TJS hat geschrieben:... Heinz-Georg Meyer ... Mitglieder in politischen Organisationen der Kommunisten gewesen und geblieben zu sein, die laut Statuten unter anderem dazu verpflichtet waren, sich „aktiv für die Verbreitung des Marxismus-Leninismus einzusetzen“ etc.

Laut Herbert Ebert war Meyer sogar "ein Zuträger für die Staatssicherheit, wie sein Schwager Jürgen Volk es in seinen entsprechenden Unterlagen lesen konnte"!

Und nicht nur er:

Herbert Ebert hat geschrieben:Auch in Merseburg war der Einfluss der Staatssicherheit in der Versammlung erkennbar. [...] Auch Dietmar Liese, der Sohn von Wilhelm Liese, und sein Bruder Jürgen, und was ich vor kurzem hörte, auch Fritz Briem, alle aus Berlin, arbeiteten für die Staatssicherheit. [Quelle]
Im Falle von Herrn Michael Storek ist auch sein ehemaliger Schwager der Überzeugung, dass er Zuträger der Staatssicherheit der DDR gewesen ist. [Quelle]

:shock:
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Re: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon ich am Sa 9. Feb 2013, 10:54

Herbert Ebert ist sicherlich keine glaubhafte Referenzadresse für solche Behauptungen. Abgesehen davon, dass dieser Mann Gemeinschaft mit Hurerei hat, spricht der Rest seiner Internetseite deutlich davon, dass dieser Mann geistlich und geistig in tiefer Dunkelheit ist.
ich
 

Re: Siegfried Küttler: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon Skeptiker am So 10. Feb 2013, 19:08

ich hat geschrieben:Abgesehen davon, dass dieser Mann Gemeinschaft mit Hurerei hat

Ich finde es recht fragwürdig, selber anonym aufzutreten und dann solche Behauptungen über jemanden in die Welt zu setzen, der unter seinem Klarnamen auftritt. Hast Du denn Belege für Deine Behauptung?

ich hat geschrieben: spricht der Rest seiner Internetseite deutlich davon, dass dieser Mann geistlich und geistig in tiefer Dunkelheit ist.

Finde ich zum Beispiel nicht. Denkst Du, Du kriegst es hin, auch zu argumentieren? Was genau findest Du so finster an dieser Seite? Mir scheint Herr Ebert eher jemand zu sein, der Heuchelei nicht akzeptieren kann und sich mit seiner Wahrheitsliebe leider etwas verrannt hat. Vor allem kann er in frommen Kreisen keine echte Wahrheitsliebe erwarten, da diese überwiegend auf Heuchelei beruhen. Sieht man ja hier im Forum beispielhaft. Wie hier von guten, frommen Christen primitiv gepöbelt wird und wurde, ist ja echt unter aller Kanone. Du selbst bist ja ein gutes Beispiel dafür:

ich hat geschrieben:Was für Lieder singen denn eigentlich Renegaten wie Du? Ach ja; Keine. Bekanntlich haben böse Menschen nämlich keine Lieder.

Aber Hauptsache, sonntags im gutem Anzug zum Brotbrechen und dann, noch voller Verbitterung und Haß, heilige Hände aufheben, nicht wahr?
Skeptiker
 
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Re: Siegfried Küttler: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon Administrator am Di 12. Feb 2013, 00:44

Persönliche Auseinandersetzungen gelöscht, Benutzer "ich" wegen mehrfachen Verstoßes gegen die Forumsregeln gesperrt.
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Re: Siegfried Küttler: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon Robert am Di 19. Feb 2013, 11:54

In der Sache soll klar und deutlich argumentiert werden.
Der Mensch muß aber immer im Lichte Jesu gesehen ( geliebt) werden!
Liebe Grüße Robert
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Re: Siegfried Küttler: Gottes Spuren auf meinem Lebensweg

Beitragvon donnerruf am Mo 11. Mär 2013, 01:06

Das Buch habe ich im November mit großem Segen vollständig gelesen. Mir waren darin viele Dinge sehr vertraut, da ich zum einen Bruder Siegfried und seine besondere Art persönlich schon vor vielen Jahren kennenlernen durfte und zum anderen, da ich in dem Buch erwähnte Lokalitäten kenne. Seine erste Predigt als Evangelist hielt er - wie ich aus dem Buch entnahm - im Jahr 1966 in meiner Heimatstadt Ronneburg. Da ich selbst erst 1974 geboren wurde, kam ich natürlich später erst zu seinen Verkündigungen. Mich freut auch, dass er im Geiste der Einheit in dem HERRN JESUS CHRISTUS mit Gläubigen anderer Prägung um des Evangeliums willen schon lange zusammenarbeitete und nun auch äußerlich aus der Enge der "geschlossenen Brüder" in die Weite des Willens Gottes geführt wurde und dennoch klar gegen Verweltlichungsentwicklungen in den Versammlungen mahnend seine Stimme erhebt. Gott segne unseren Bruder Siegfried Küttler, den ich wirklich sehr schätze und von Herzen lieb habe!
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