Die 4 Säulen des Christentums

Bibelverständnis der Brüderbewegung in Theorie und Praxis

Re: Die 4 Säulen des Christentums

Beitragvon teddy am Do 30. Mai 2019, 00:29

Hallo Felix,
ich gehe davon aus, dass Du mich anschreibst. Ich möchte ein paar Anmerkungen zu dem, was Du schreibst, machen.

Felix hat geschrieben:Wobei es aber zu sein scheint, wie Du schriebst, dass die Reichen durch ihre äußere Sorglosigkeit weniger in Seelen- und Sündennot kommen können.

Wie kommst Du darauf, dass die Reichen „weniger in Seelen- und Sündennot kommen können“? Viele Reiche müssen erkennen, dass ihr Reichtum sie nicht glücklich macht und auch nicht die wahre Liebe verspricht. Stattdessen werden sie von ärmeren Mitmenschen wohl eher gemieden, da oft eine gewisse Arroganz und Überheblichkeit vorhanden ist.

Felix hat geschrieben:Selbstverständlich! Das hat aber ja nichts mit Deiner thread-eröffnenden These bzw. Bibelvers zu tun.

Immer diese Behauptungen, die ohne Argument daherkommen.

Felix hat geschrieben:Ansonsten steht jedem Reichen die Gnadentür ebenso offen wie dem Armen.

Dem wurde nie widersprochen. Für einen Reichen ist es aber laut Bibel viel schwieriger ein Gläubiger zu werden, da sein Reichtum mit vielen Versuchungen und Verantwortungen verbunden ist, wie z.B. der ethischen These, dass Eigentum verpflichtet. Ansonsten scheint es so zu sein, dass Reichtum eher bei Gottlosen auftritt.

Felix hat geschrieben:Deine einleitende Aussage war eben so zu verstehen, dass der reiche Christ allen überflüssigen Besitz unmittelbar verkaufen soll und den Armen zur Verfügung stellen soll.

Das ist nicht korrekt. Es steht dort nur, dass Besitz verkauft wurde und nicht der ganze Besitz.

Felix hat geschrieben:Wie viele christliche und evangelistische Stiftungen gibt es, die von erfolgreichen gläubigen Unternehmern initiert und/oder gefördert werden.

Du meinst also, es wäre besser christliche Stiftungen zu gründen oder unterstützen, als dem Mitbruder in der Gemeinde zu helfen? Das erinnert mich an die Stelle in der Bibel, in der über die Pharisäer bzgl. bedürftiger Eltern sinngemäß vom Herrn gesagt wird: Alles was dir von mir zugute kommen könnte, soll eine Gabe für Gott sein. (Mt 15, 5: „Ihr aber sagt: Wer irgend zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe sei das, was irgend dir von mir zunutze kommen könnte - der wird keineswegs seinen Vater oder seine Mutter ehren.") Anstelle der konkreten Hilfe wird eine abstrakte Hilfe eingeführt, die aber nicht vorrangig gottgewollt bzw. zweitrangig ist.

Deine größte Sorge scheint zu sein, dass man als Reicher nicht reich bleiben dürfen sollte.

Freundlichst teddy
teddy
 
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