Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Bibelverständnis der Brüderbewegung in Theorie und Praxis

Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon teddy am Mo 14. Dez 2015, 19:58

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass in den offenen Brüdergemeinden inzwischen vielfach an die Evolutionstheorie geglaubt wird. Vielleicht mit dem Unterschied, dass Gott der Initiator dieses Prozesses gewesen sein soll. Kann das jemand bestätigen und mir mitteilen auf welchen Hypothesen diese Meinungen beruhen?
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon teddy am So 10. Jan 2016, 16:29

Da kann man nur sagen:
Keine Antwort ist auch eine Antwort!

Bei Herrn Leinweber habe ich in Facebook bzgl. der verschiedenen Rassen etwas von horizontaler Evolution gelesen. Was er damit meint, hat er nicht weiter ausgeführt.
Herr Leinweber (auf Facebook am 06.01.2016 unter 'Atheismus - Wissenschaft - Glaube - Teil 2') hat geschrieben:Viele Menschen lehnen auch den Gedanken an Evolution vollständig ab, wissen aber nicht, dass beispielsweise die unterschiedliche Körperausprägung von Menschen in unterschiedlichen Regionen der Erde als horizontale Evolution bezeichnet wird und nicht wegdiskutiert werden kann. So unterscheidet sich beispielsweise der Körperbau eines Äthiopiers ganz erheblich von dem eines kernigen skandinavischen Wikingers. Das sollte eigentlich jedem einleuchten; tut es wahrscheinlich auch, deshalb ist auch der Streit um Evolution wohl oftmals nur ein Disput um Begrifflichkeiten.

Seine Argumentation und sein Fazit ist nicht sehr schlüssig.
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon Christoph am So 10. Jan 2016, 18:44

Hallo Teddy, der Verweis auf die Äthiopier stammt vom Leiter des Bibel- und Schöpfungsmuseums Wuppertal. Und ich frage mich, was daran nicht schlüssig sein soll!? Für mich ist das zwingend logisch, denn an unterschiedliche Klimaregionen angepasste Menschenkörper können ja nun mal nicht wegdiskutiert werden. Und wie ich mir habe sagen lassen, nennt man das eben horizontale Evolution, also Evolution in die Breite, jedoch ausdrücklich nicht in die Höhe.

Wo liegt hier das Problem?
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon teddy am So 10. Jan 2016, 21:02

Christoph hat geschrieben:Hallo Teddy, der Verweis auf die Äthiopier stammt vom Leiter des Bibel- und Schöpfungsmuseums Wuppertal. (...)

Wo liegt hier das Problem?

Hallo, Christoph!
Nun ja, als erstes ist die Frage, ob man das als horizontale Evolution bezeichen kann? Ich meine damit, dass der Begriff bewusst den Eindruck erwecken will, dass es Evolution gibt, und somit eine Höher- oder Weiterentwicklung von Organismen ohne vorhergehende Festlegung in Genen oder sonstigen Mechanismen.

Als zweites ist dann die Folgerung, dass die Frage der gesamten Evolutionstheorie nur eine Frage von Begrifflichkeiten ist, sehr fragwürdig und für mich nicht plausibel. Horizontale und vertikale Evolution sind zwei Paar Schuhe.

Ich hoffe, dass das einigermaßen verständlich war.
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon Christoph am So 10. Jan 2016, 21:39

Wie gesagt, es geht vermutlich in erster Linie um Begrifflichkeiten.

"Horizontale Evolution" habe nur ich das Ganze genannt, weil "in die Breite" halt "horizontal" bedeutet.

Horizontale Evolution oder der sogenannte horizontale Gentransfer haben noch andere Bedeutungen.

Mir kommt es dabei nur darauf an, klarzumachen, dass hier ein Vorgang, eine Entwicklung beschrieben wird, die unzweifelhaft und sichtbar stattgefunden hat und von den Menschen als Teilbereich der Evolution angesehen wird. Vereinfacht ausgedrückt, dass was aus unserer Sicht Gott geschaffen hat, in diesem Fall unterschiedlich gestaltete menschliche Körper, nennt der wissenschaftsgläubige Mensch Evolution. Somit besteht Dissenz nur noch in der Frage, wer oder was der Urheber dieser Entwicklung ist.

Ein noch simpleres Beispiel für die Haarspalterei um Evolution ist der berühmte Birkenfalter bzw. -spanner. Ich hatte vor Jahrn mal ein paar hartgesottene Atheisten gefragt, ob denn Evolution wirklich irgendwo sicht- und beweisbar sei. Da wurde mir der Birkenfaltet genannt, der überwiegend (aber nicht ausschließlich!) weiß war und deshalb, am Birkenstamm hängend, nicht entdeckt und gefressen wurde. Bis dann die Birken durch den bei der englischen Industrialisierung entstehenden Ruß dunkel wurden, der weiße gefressen wurde, der dunkle überlebte und sich vermehrte (diese Theorie ist aber mittlerweile auch umstritten, siehe hier: http://www.genesisnet.info/index.php?Ar ... che=de&l=1). Da habe ich gesagt, ja, das ist nachvollziehbar und logisch. Und wurde aufgeklärt, auch das sei Evolution.

Wenn das also als Evolution gilt, von mir aus. Man sieht an diesen Beispielen auf jeden Fall, dass es bestimmte Prozesse gab, die der Mensch "evolutiv" nennt und die der Christ auch nicht abstreiten kann. Der entscheidende Punkt dabei ist aber der Glaube daran, dass Gott das Ganze augelöst hat.

Im Übrigen möchte ich betonen, dass die GESAMTE Evolutionstheorie ganz sicher keine Frage von Begrifflichkeiten ist. Und dass es "Evolution in die Höhe" aus meiner Sicht ausdrücklich nicht gibt, hatte ich ja eingangs schon geschrieben.
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon teddy am So 31. Jan 2016, 13:02

Hier ein Beispiel, welchen Einfluss die Evolutionstheorie auf hauptsächlich säkular geprägte Menschen haben kann:

Neuer Link: S. Hunger (bis ca. Min. 5)
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Re: Evolutionstheorie und Brüdergemeinden

Beitragvon teddy am Mo 25. Apr 2016, 17:28

Obigen Link wieder richtig eingerichtet.
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