Auserwählung

Bibelverständnis der Brüderbewegung in Theorie und Praxis

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Do 7. Jan 2010, 18:26

Hallo toffil

Du schreibst:

toffil hat geschrieben:Die Wahrheit hinsichtlich der Erlangung des Seelenheils, davon bin ich zutiefst überzeugt, können wir Menschen nicht aufdröseln.


meinst du damit, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, die Wahrheit zu finden? Wenn ja, dann würde ich gerne wissen, warum das so ist? Ich fand früher Verse in der Bibel, die besagten, dass bestimmte Menschen durch den Heiligen Geist, die Wahrheit rausfinden werden. Aber, auch nur bestimmte Menschen?

toffil hat geschrieben:denn sonst müßte die Bibel uns nicht so ausführlich ermahnen, gegenüber der (ungläubigen) Welt Licht und Salz zu sein und vor ihren Augen gottgefällig zu leben, um sie dadurch einzuladen.


Die Frage ist nur, was ein Gottgefälliges Leben ist. Jeder Christ versteht was anderes darunter. Die einen finden es sehr Ehrenvoll viel hilfsbereite gute Werke zu tun, andere gehen ständig zu Gemeinde (Gottesdienstbesuche) und wieder andere wollen sich Zuhause einmotten und die Bibel studieren.

MfG
Maria
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon ich am Sa 9. Jan 2010, 13:28

Hallo Maria,

auch hier kann ich Dir zu dem Thema einen Link geben: http://www.soundwords.de/Calvinismus.asp

Dort ist sehr ausührlich zu den diversen Fragen dieses Themas Stellung genommen worden. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es aber eine gewisse Zeit dauert, bis man sich durch diese Thematik "durchgearbeitet" hat. Es gibt aber selbst dann Dinge, die wir nicht verstehen können, weil wir Menschen sind.

Ein Beispiel will ich dazu bringen: Klar ist für mich, dass ein Mensch weder auserwählt oder zuvorbesimmt ist, in den Himmel oder in die Hölle zu gehen. Dennoch glaube ich, dass Gott wußte, schon ehe ich geboren war, dass ich mich bekehren würde. Klar ist für mich, dass ich einen freien Willen hatte mich für oder gegen Ihn zu entscheiden. Dennoch glaube ich gleichzeitig daran, dass Gottes Gnade nötig war und mich zu Ihm gezogen hat. Nun muss ich es dabei belassen, weil ich diesen gewissen Widerspruch nicht auflösen kann.
ich
 

Re: Auserwählung

Beitragvon ich am Sa 9. Jan 2010, 13:48

toffil hat geschrieben:
Magda hat geschrieben:Gott möchte, dass niemand verloren geht. 2Pet 3,9: „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, daß irgend welche verloren gehen, sondern daß alle zur Buße kommen.“

Ist Dir eigentlich schon mal durch den Kopf gegangen, dass wenn auch nur ein Mensch sich nicht erretten läßt, der allmächtige Gott seinen Willen nicht durchgesetzt hätte?

Sollte man nicht daran schon erkennen, dass das Ganze so einfach nicht ist?

Fakt ist, dass es bezüglich der Erlangung des Seelenheils Bibelstellen gibt, die in so diametralem Widerspruch zueinander stehen, dass wir Menschen sie nicht auflösen können. Ich persönlich glaube übrigens nicht an Calvinismus, sondern an einen gnädigen Gott, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich retten zu lassen. Aber ich wage nicht mir anzumaßen, damit auch richtig zu liegen.



Hallo toffil,

Dein erster Einwand ist für mich nicht nachvollziehbar. Gott hatt dem Menschen nie seinen Willen aufgezwungen. Das beste Beispiel sind Adam und Eva. Was mir aber bezüglich dieser Stelle und der in 1.Tim.2 viel evidenter erscheint ist folgendes: Der Umkehrschluss- so wie Du ihn führst und ich ihn richtig verstanden haben sollte- würde uns ja direkt zur Allversöhnung führen. Ich denke aber, dass das am eigentlichen Sinn der Stellte vorbeigeht. Der Ausdruck "Wille" ist doch in dem Sinne zu verstehen, dass es der Wunsch Gottes ist, das alle Menschen gerett werden.

Ich glaube auch nicht an den Calvinismus sondern halte ihn teilweise für eine Irrlehre. Wiedersprüche in der Bibel ergeben sich häufig dann, wenn man einzelne Stellen aus dem Kontext herausreißt. Ich persönlich habe bisher keine Stellen gefunden die sich "diametral" widersprechen. Wo ich Dir zustimmen könnte ist, dass wir vieles nicht verstehen können, weil es unserem menschllichen Verstand nicht zugänglich ist.
ich
 

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Sa 9. Jan 2010, 15:07

Und was wenn das nicht stimmt?

ich hat geschrieben:Wo ich Dir zustimmen könnte ist, dass wir vieles nicht verstehen können, weil es unserem menschllichen Verstand nicht zugänglich ist.


Warum dürfen es andere verstehen?
2. Korinther Kapitel 4 Vers 4 (Elberfelder 1905)
4in welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist.


Viele Grüße
Maria
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon toffil am Sa 9. Jan 2010, 18:13

ich hat geschrieben:Hallo toffil,

Dein erster Einwand ist für mich nicht nachvollziehbar. Gott hatt dem Menschen nie seinen Willen aufgezwungen. Das beste Beispiel sind Adam und Eva. Was mir aber bezüglich dieser Stelle und der in 1.Tim.2 viel evidenter erscheint ist folgendes: Der Umkehrschluss- so wie Du ihn führst und ich ihn richtig verstanden haben sollte- würde uns ja direkt zur Allversöhnung führen. Ich denke aber, dass das am eigentlichen Sinn der Stellte vorbeigeht. Der Ausdruck "Wille" ist doch in dem Sinne zu verstehen, dass es der Wunsch Gottes ist, das alle Menschen gerett werden.

Ich glaube auch nicht an den Calvinismus sondern halte ihn teilweise für eine Irrlehre. Wiedersprüche in der Bibel ergeben sich häufig dann, wenn man einzelne Stellen aus dem Kontext herausreißt. Ich persönlich habe bisher keine Stellen gefunden die sich "diametral" widersprechen. Wo ich Dir zustimmen könnte ist, dass wir vieles nicht verstehen können, weil es unserem menschllichen Verstand nicht zugänglich ist.

Hallo ich,

das stimmt, ich sehe es auch so, dass Gott uns in seiner Souveränität einen Willen gegeben hat, den er letztlich akzeptiert. Aber falls auch nur einer sich nicht erretten läßt, ist es Fakt, dass der allmächtige Gott seinen Willen nicht erfüllt bekommt. Das ist ein Argument, welches auch die Allversöhner gern verwenden. Epheser 1 könnte man vorsichtig in diese Richtung interpretieren.

Die Bibelstellen, die sich diametral widersprechen, sind beispielsweise Johannes 3 und wiederum Epheser 1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Aussagen zueinander bringen kann.
toffil
 

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Sa 9. Jan 2010, 19:08

toffil hat geschrieben:diametral widersprechen


Das ist ein weisser Schimmel... An welche beiden Stellen oder Aussagen denkst Du?

MfG Maria
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am So 10. Jan 2010, 10:58

Hallo toffil,

toffil hat geschrieben:die sich diametral widersprechen, sind beispielsweise Johannes 3 und wiederum Epheser 1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Aussagen zueinander bringen kann.


Was genau meinst du?
in Johannes 3 haben wir die Tatsache, dass jemand aus Wasser und Geist geboren sein muss.
In Epheser 1 gibt es die Zuvorbestimmung zur Sohnschaft.

Nachtrag von mir:
Es gibt keine Paralellstellen in der Schrift, sondern Gott zeigt uns von unterschiedlichen Standorten aus die manigfaltige Wahrheit.

Viele Grüße
Maria
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon Administrator am Di 12. Jan 2010, 17:35

Liebe Magda/Maria,

es wirkt etwas verwirrend, wenn du hier Aussagen anderer Leute aus einem anderen Forum in deine Beiträge einbaust und als deine eigenen Gedanken ausgibst (und dasselbe auch umgekehrt in dem anderen Forum). Kannst du bitte Zitate klar als solche kennzeichnen - oder dich auf deine eigenen Gedanken beschränken? Man könnte sonst den Eindruck bekommen, dass du hier bewusst Verwirrung stiften willst.

(Zwei Beispiele für die Mitleser: Magdas "Nachtrag von mir" war keineswegs ein Nachtrag von ihr, sondern ein Zitat von H.P. Wepf. Umgekehrt hat sie im Bibelkreis-Forum den obigen Beitrag von toffil als ihren eigenen ausgegeben.)
Michael Schneider
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Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Mi 13. Jan 2010, 17:17

Stimmt! Das kann verwirrend erscheinen, wenn ich die Gedanken anderer zitiere. Dient aber meiner Unwissenheit eine bessere Vorstellung und Kenntniss von der Bibel zu bekommen. Was soll ich den auch schreiben, wenn ich überhaupt keine Ahnung von der Bibel habe, aber etwas aus der Bibel erfahren will?

Viele Grüße
Maria
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Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Mi 13. Jan 2010, 17:33

Im ungekehrtem Sinne werde ich die Beiträge besser kennzeichnen, damit sich in Zukunft niemand verwirrt fühlt ;-)
MfG
Maria
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