Auserwählung

Bibelverständnis der Brüderbewegung in Theorie und Praxis

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Mo 4. Jan 2010, 23:14

Es würde mich sehr freuen, wenn man mich in Zukunft genauer fragen würde, was ich damit meine, wenn was falsch verstanden wurde um Missverständnisse zu vermeinden. Das Thema was wir ansprechen ist ohnehin schon empfindlich genug. Man muss es langsam angehen um die Sachlage besser zu verstehen.
Ich werde es zumindest solange nicht verstehen, bis mir jemand erklären kann, was an der ganzen Sache "ehrenhafte und unehrenhafte Gefäße" gerecht sein soll?
Warum gibt es die unehrenhaften Gefäße überhaupt? Warum sind diese Menschen Gott weniger wichtig und wert als die anderen? Warum sind diese Menschen einem gütigen Schöpfer so egal?

MfG
Maria
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon toffil am Di 5. Jan 2010, 16:49

Nennen sie dumm und arrogant wem sie wollen, wenn sie nicht Sachlich bleibem Thema bleiben können? Aber, bevor sie solche Behauptungen aufstellen ich sei Dumm und Arrogant, sollten sie vielleicht vorher genauer lesen was ich schreibe, anstatt alles was ich schreibe aus dem zusammenhang zu reisen.
Ich habe doch deutlich geschrieben, wen ich für dumm und arrogant halte. Nämlich denjenigen, der behauptet, er wisse, wie das mit dem freien Willen bzw. der Vorherbestimmung zu verstehen ist. Die biblischen Widersprüche hinsichtlich dieser beiden Dinge sind aber so groß, dass ich davon überzeugt bin, dass wir Menschen sie nicht auflösen können, sei unsere Erkenntnis auch noch so groß. Wenn Du aber der Meinung bist, Du hättest das Rätsel doch gelöst, dann weißt Du, was ich über Dich denke.


Ich habe nichts von der Vorherbestimmung in zusammenhang mit freiem Willen erwähnt, sondern Vorherbestimmung in verbindung mit Gerechtigkeit. Und wenn sie das immer noch nicht verstanden haben, dann muss ich wohl deutlicher werden.
Ich habe durchaus verstanden, was Du gemeint hast. Nur ist es halt so, dass die Diskussion lautet „Vorherbestimmung vs. Freier Wille“. Das Eine kann man schlecht ohne das andere beurteilen.


Und mit welcher Selbstgerechten begründung schuf Gott vor Grundlegung der Welt die Gefäße zu Unehren? Was haben diese unehrenhaften Gefäße Gott angetan, dass er ihnen so ein Schicksal in der Verdammnis beschärt hat?

Ich verstehe nicht warum alle außer mir diese Ungerechtigkeit die vor Grundlegung der Welt passiert ist, diese nicht erkannt wird?

Wenn es so war, dass Gott tatsächlich Menschen von vorneherein für die Verdammnis vorgesehen haben sollte, dann hätten wir das schlicht und ergreifend zu akzeptieren. Unsere Vorstellungen von Gerechtigkeit decken sich offensichtlich nicht immer mit denen Gottes. Wenn Du Dich durchs Alte Testament arbeitest, findest Du auch genug Ereignisse, die unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit blutig widersprechen.


Ich habe nirgenswo Werkgerechtigkeit geschrieben? Wo nimmst du diese Unterstellung her? Wenn ich von Gerechtigkeit rede und schreibe, dann meine ich keinen freien Willen damit und auch keine Werkgerechtigkeit, sondern den allgemein gültigen Gerechtigkeitssinn, den jeder in seinem Berußtsein haben muss.
Wenn Du Vorherbestimmung als Ungerechtigkeit empfindest, sie also anhand Deiner Vorstellungen von Gerechtigkeit beurteilst, dann musst Du die Errettung durch den freien Willen unter diesem Aspekt beurteilen. Und das bedeutet, schon wieder müsstest Du von Ungerechtigkeit reden, wenn einer sein ganzes Leben lang fröhlich sündigt und kurz vor seinem Tod noch die Kurve der Errettung kriegt, während andere sich zeitlebens damit abmühen, gute Christen zu werden. Die Errettung durch den freien Willen hat ebenfalls nichts mit Gerechtigkeit zu tun.


Es würde mich sehr freuen, wenn man mich in Zukunft genauer fragen würde, was ich damit meine, wenn was falsch verstanden wurde um Missverständnisse zu vermeinden.
Warum muß man denn fragen? Es liegt doch in Deiner Hand, die Dinge so aufzuschreiben, dass jeder versteht, was Du meinst. Im Übrigen gibt es hier auch keinerlei Missverständnis in dem, was Du meinst. Ich zumindest habe verstanden, was Du sagen willst. Ich bin lediglich anderer Meinung.
toffil
 

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Di 5. Jan 2010, 18:18

Hallo toffi,

Nur weil die Menschen andere Überzeugungen haben, sind sie noch lange nicht dumm oder arrogant. Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung und auf seinen eigenen Glauben. Auch wenn dieser uns nicht passt.

toffil hat geschrieben:Ich habe nichts von der Vorherbestimmung in zusammenhang mit freiem Willen erwähnt, sondern Vorherbestimmung in verbindung mit Gerechtigkeit. Und wenn sie das immer noch nicht verstanden haben, dann muss ich wohl deutlicher werden.
Ich habe durchaus verstanden, was Du gemeint hast. Nur ist es halt so, dass die Diskussion lautet „Vorherbestimmung vs. Freier Wille“. Das Eine kann man schlecht ohne das andere beurteilen.


Für dich gehen Feierwille und Gerechtigkeit Hand in Hand, dass ist schade, weil auch die allgemein gültige Gerechtigkeit, die ich anspreche hiermit wegfällt.

toffil hat geschrieben:Wenn es so war, dass Gott tatsächlich Menschen von vorneherein für die Verdammnis vorgesehen haben sollte, dann hätten wir das schlicht und ergreifend zu akzeptieren. Unsere Vorstellungen von Gerechtigkeit decken sich offensichtlich nicht immer mit denen Gottes. Wenn Du Dich durchs Alte Testament arbeitest, findest Du auch genug Ereignisse, die unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit blutig widersprechen.


Akzeptieren!!! Wovon redest du hier eigentlich. Ist dir bewußt das so ein verantwortungsloses Verhalten von Gottes Seite, seiner Art widersprechen würde? ER kann doch nicht so mit seinen Geschöpfen umgehen nur weil er alle Macht hat. ER kann doch nicht mal kurzer Hand, mal neben so aus langeweile vor Grundlegung der Welt entscheiden, den schicke ich zur Hölle und den anderen ins Paradies weil ich es so will.
Das würde die Vernunft und Güte Gottes verzerren.
Deshalb kann ich das nicht verstehen, warum es so vielen Calvinisten nichts ausmacht, das es diese Ungerechtigkeit gibt. Sie betrachten Ihr Heil als etwas selbstverständliches wie auch die Verdammnis ihrer Mitmenschen, so als ob es Ihnen egal wäre. Hauptsache man selbst kommt ins Paradies. Wie kann ein 5 Punkte Calvinist das nur aushalten, mit so einer Herzenshaltung zu leben, nach dem Motto: "Egal, ob meine Familie und Freunde in die Hölle gehen"?

toffil hat geschrieben:Wenn Du Dich durchs Alte Testament arbeitest, findest Du auch genug Ereignisse, die unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit blutig widersprechen.


Ich kenne das blutige Testament und die vielen Kriege zu Zeiten von Moses und der Bundeslade. Genau diese Geschichte und die Weiterentwicklung von Gott und seiner Schöpfung lassen mich manchmal an der Bibel zweifeln, ob Gott nicht schon längst Moderner geworden ist und sich seiner Schöpfung angepasst hat, als der alte Gott von dem wir reden. Immerhin hat er sich in der Zeit zwischen Moses und Jesus sehr geändert und wer weiß, wie er heute über uns denkt?

Vielleicht ist Gott heutzutage Konfesionslos und viel Toleranter als früher. ( Ich meine damit keine Toleranz gegenüber Sünden und Verbrechen). Jedoch mehr verständnis mit unseren fehler und schwächen, die wir in Alltag begehen, weil wir in hetze und zeitdruck stehen und nicht über Fehler nachgedacht haben.

toffil hat geschrieben:Wenn Du Vorherbestimmung als Ungerechtigkeit empfindest, sie also anhand Deiner Vorstellungen von Gerechtigkeit beurteilst, dann musst Du die Errettung durch den freien Willen unter diesem Aspekt beurteilen. Und das bedeutet, schon wieder müsstest Du von Ungerechtigkeit reden, wenn einer sein ganzes Leben lang fröhlich sündigt und kurz vor seinem Tod noch die Kurve der Errettung kriegt, während andere sich zeitlebens damit abmühen, gute Christen zu werden. Die Errettung durch den freien Willen hat ebenfalls nichts mit Gerechtigkeit zu tun.


Viellcht ist das Universum so groß, dass Gott die Seelen unterschiedlich entwickelt und mit jedem seine Pläne hat? Vielleicht ist sein ganzes Universum eine Lernoase für seine abgefallene Schöpfung. Und er konnte es uns am Anfang nicht erklären, weil wirn nicht über das Wissen verfügt haben, dies zu verstehen. Wir haben noch nicht einmal gewußt, dass die Erde keine Scheibe ist. Es gibt vieles, was wir noch Lernen müssen. Die Bibel ist etwas hilfreich, jedoch nicht ausreichend für mich zumindest, um alles über die Schöpfung zu erfahren. Und ich möchte schon wissen, was für eine Beziehung Gott zu seiner Schöpfung hat. Zumindest meiner Meinung nach ist die Beziehung recht Krank, wenn sie damit anfängt zu entscheiden, wer zur Hölle und wer ins Paradie kommt.

MfG
Maria
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Re: Auserwählung

Beitragvon ich am Di 5. Jan 2010, 20:05

Magda hat geschrieben:
ER kann doch nicht so mit seinen Geschöpfen umgehen nur weil er alle Macht hat.



@ Maria

"Gott kann alles, nur eins nicht, die enttäuschen die Ihm vertrauen" (Ernst Moderson)

Es wäre angebracht, wenn Du mal mit Bibelstellen arbeiten würdest.
Diesen ganzen Stuss ( und davon ganz schön viel), den du in Deinen Beiträgen zum Besten bringst, hat mit "Theologie" überhaupt nichts mehr zu tun.
ich
 

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Di 5. Jan 2010, 22:26

ich hat geschrieben:Es wäre angebracht, wenn Du mal mit Bibelstellen arbeiten würdest.



Ich verstehe. Selbst denken ist hier wohl nicht angebracht. Hätte nicht gedacht, dass Theologie und über eine Sache aus dem theologischen Bereich zu vertiefen, was nun wirklich nicht jeder kann, in Ihren Augen als Stuss definiert wird. Wobei noch kein einziger von euch allen hier eine Antwort auf meine Fragen finden konnte was mich auch nicht überrascht.

Bedauerlich ist nur, dass hier die Gleichen Vorlieben herrschen wie Bei den Zeugen Jehovas, die alles durch die Bibel bewiesen haben müssen. Meinetwegen. Ihr werdet die Bibelstellen bekommen.

Maria
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Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Di 5. Jan 2010, 22:37

Schlagt eure Bibel auf und lest in den zwei einzigen Kapiteln in welchen das Wort „vorherbestimmt / zuvorbestimmt“ zu finden ist.
Das Erste ist Römer 8.29-30 das Andere ist Epheser 1.5 und 1.11.
Du wirst bemerken, dass es in diesen vier Versen keinen Bezug zum Himmel noch zur Hölle aber letztendlich zum Christsein hat. In der Schrift wird uns nirgends gesagt, dass Gott Menschen vorherbestimmt gerettet zu werden oder verloren zu gehen. Menschen werden gerettet oder gehen ewiglich verloren aufgrund ihrer Gesinnung zu unserem Herrn Jesus Christus. Vorherbestimmung bedeutet, dass eines Tages alle Erlösten wie der Herr Jesus sein werden.

„D.L. Moody pflegte es ganz einfach, die Auserwählten sind die „jeder der wird“, die Nicht-Auserwählten „jeder der nicht wird“. Das ist genau das, was die Schrift lehrt, die Einladung gilt für alle, diejenigen die diese annehmen sind die Auswerwählten. Wohlgemerkt, es wird uns nirgends gesagt, dass Christus für die Auserwählten gestorben ist.

„Jeder der bedeutet, jeder der“. Nur ein polarisierender Theologe, mit eingeschränkter Denkweise, könnte jemals glauben es bedeute nur die Auserwählten.

MfG
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Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Di 5. Jan 2010, 22:56

Weitere Bibelstellen die gegen die Auserwählung und den 5 Punkte Calvinismus sprechen:

Vorsatz Gottes
• Vorsatz (prothesis): alle Stellen im NT: Mat 12,4; Mark 2,26; Luk 6,4; Apg 11,23; 27,13; Röm 8,28; 9,11; Eph 1,11; 3,11; 2Tim 1,9; 3,10; Heb 9,2
2. Gottes Heil steht allen Menschen offen
• Joh 3,16: Gott liebte die ganze Welt und sandte deshalb seinen Sohn als Retter. Doch nur diejenigen, die an seinen Sohn glauben erhalten ewiges Leben. Die anderen gehen verloren.
• Gott möchte, dass alle Menschen errettet werden.1Tim 2,3-4: „[3] Denn dieses ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, [4] welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“
• Gott möchte, dass niemand verloren geht. 2Pet 3,9: „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, daß irgend welche verloren gehen, sondern daß alle zur Buße kommen.“
• Gott bietet allen Menschen seine rettende Gnade an. Tit 2,11: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen,…“
•  Jeder Mensch hätte die Möglichkeit, errettet zu werden. Dennoch werden viele ewig verloren gehen, weil sie Gottes Gnade nicht annehmen wollten, obwohl ihnen Gott die Gelegenheit und die Möglichkeit gegeben hatte, zur Bekehrung und zum Glauben zu gelangen (Mat 25,46; Off 20,11-15; 21,8).
• Der Mensch kann Gottes Ratschluss in Bezug auf sich selbst wirkungslos machen (Luk 7,30): „Die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten machten in Bezug auf sich selbst den Ratschluß [boulê] Gottes wirkungslos, indem sie nicht von ihm getauft worden waren.“
• Gott hat keinen Gefallen am Tod des Gesetzlosen. Hes 18,23 (s. Hes 33: „Habe ich irgendwie Gefallen an dem Tod des Gesetzlosen, spricht der Herr, der EWIGE? Nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehre und lebe?“ Hes 33,11: „Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, der EWIGE, ich habe kein Gefallen am Tod des Gesetzlosen, sondern daß der Gesetzlose von seinem Wege umkehre und lebe! Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen! Denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?“
3. Das Buch des Lebens
• Vgl. CD/Kassette von RL zum Thema: Das Buch des Lebens
• Jeder Mensch wurde ins Buch des Lebens eingeschrieben anlässlich der Erschaffung der Welt, weil Gott für jedes seiner menschlichen Wesen das Leben möchte. Aber wenn der einzelne Menschen zu Lebzeiten auf Erden die Gnadenzeit verstreichen lässt, so wird er aus dem Lebensbuch gelöscht.
• Das Buch des Lebens = Gottes Dokumentation seiner Liebe zu allen Menschen!
• 2Mos 32,32-33: Mose wollte stellvertretend für die damaligen Israeliten aus dem Buch des Lebens gelöscht werden. Er konnte jedoch nicht stellvertretend für andere sterben. Die Schuldigen selbst sollten ausgelöscht werden.  Die Israeliten von damals, also auch Ungläubige, waren eingeschrieben im Buch des Lebens!
• Ps 9,5: Heidnische Menschen und Gesetzlose sind eingeschrieben im Buch des Lebens. Weil sie nicht umkehren, sollen sie als Gericht für ewig daraus ausgelöscht werden.
• Ps 69,28: Ps 69,1-22 beschreibt die Kreuzigung Christi. 69,23ff behandelt das Gericht über Israel (vgl. Röm 11:9-10).  Die Juden, die Christus verworfen haben, waren im Buch des Lebens eingeschrieben. Als göttliches Gericht sollen die Unbussfertigen daraus gelöscht werden.
• Ps 139,15-16: David wurde nicht bei seiner Bekehrung eingeschrieben. Als er im Mutterleib sich entwickelte, war (nicht: wurde) er bereits eingeschrieben im Buch des Lebens.
• Jes 4,2-3: Wer am Anfang des 1000-jährigen Reiches zum Leben eingeschrieben ist, wird nicht gerichtet werden.
• Jer 17,13: Von Gott abtrünnige Israeliten werden ausgelöscht werden (in die Erde geschrieben, d.h. damit die Schrift bald verweht und ausgelöscht wird; vgl. Joh 8,6-8)
• Luk 10,20: Dieser Vers spricht nicht über die Einschreibung ins Buch des Lebens. Es geht einfach um die Freude darüber, dass man dort eingetragen ist.
• Phil 4,3: Die Namen dieser Diener Gottes stehen im Buch des Lebens. Paulus sagt hier nichts darüber aus, wann sie dort eingeschrieben wurden.
• Off 3,5: Sardes weist prophetisch-kirchengeschichtlich auf den Protestantismus hin. Wahre Gläubige aus der Kirche der Reformation dürfen wissen: Auch wenn viele Pietisten aus den Kirchenbüchern gelöscht wurden, sie wird der Herr Jesus nie aus dem Buch des Lebens auslöschen! Das Entsprechende gilt auch für die wahren Gläubigen der historischen Gemeinde in Sardes.
• Off 13,8: „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, ein jeder, dessen Name nicht geschrieben ist (1) in dem Buche des Lebens des geschlachteten Lammes (2) von Grundlegung der Welt an (3).  „nicht geschrieben ist“: Dieser Ausdruck besagt nicht, dass diese Namen niemals eingeschrieben wurden. (Es heisst nicht: „die nicht eingeschrieben worden waren“!) Jedoch zum Zeitpunkt von Off 13,8 (= Grosse Drangsal) stehen diese Namen nicht (mehr) drin. Es ist beachtenswert, dass im Griechischen nicht die Zeitform des Aorists (= Punktual; •), sondern die des (viel selteneren) Perfekts (= Resultativ; •) gewählt worden ist. Genau dasselbe gilt für Off 17,8. Auch in Off 20,15 findet sich das Perfekt („geschrieben“). (2) Eine ausführlichere Bezeichnung für das „Buch des Lebens“: „Das Buch des Lebens des geschlachteten Lammes“ (vgl. Off 21,27). (3) Das Buch des Lebens wird von Grundlegung der Welt an geführt.
• Off 17,8: „Das Tier, welches du sahest, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buche des Lebens geschrieben sind (1) von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein wird.“  (1) Im Griech. ein Perfekt •vgl. den Kommentar zu Off 13,8.
• Off 20,12-15: Alle Ungläubigen werden zum letzten Gericht antreten müssen. Obwohl sie auferstanden sind, werden sie hier immer noch „Tote“ genannt. Anhand des Buches des Lebens wird dokumentiert werden: Ihr steht nicht mehr im Buch des Lebens, darum habt ihr keinen Anspruch auf Leben! Konsequenz: Der ewige Tod, die ewige Pein.
• Off 21,27: Man beachte, dass es hier nicht heisst „nur die (einst) eingeschrieben wurden in das Buch des Lebens“, sondern „nur die geschrieben sind“. Es geht um solche, die zu diesem Zeitpunkt immer noch im Lebensbuch stehen werden.
4. Kann der Mensch sich bekehren, wann er will?
• Kein Mensch sucht von sich aus Gott (Röm 3,9). Somit kann er sich gar nicht von sich aus bekehren. Sein Wille ist gebunden durch Satan (2Kor 4,4) und durch die Sünde (1Mo 6,5). Im wahrsten Sinn des Wortes kann man also nicht von einem freien Willen des Menschen sprechen. Der Wille des Menschen ist geknechtet.  Die Lehre der Pelagianer ist vollkommen falsch!
• Gott ruft jeden Menschen mindestens 2 Mal (Hi 33,29). Er hat auch Mittel und Wege, um zu den Menschen zu reden, die das Evangelium noch nie gehört haben (Hi 33: Durch Träume und durch Krankheit; Röm 1,18ff.; Ps 19,1ff; Off 14,7 (das ewige Evangelium“): durch die Schöpfung; Röm 2,14-16: durch das Gewissen.
• Gott, der dreieine Gott, leitet zur Busse (Röm 2,4-5). Der Vater zieht (Joh 6,44). Der Heilige Geist überführt (Joh 16,8). Der Sohn sucht (Luk 19,10).
• Der Mensch darf diese Gott gegebenen Chancen, wo er sich bekehren könnte nicht verpassen: Heb 3,8.15; 4,7: „Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht.“
• Der Mensch ist selber schuld, wenn er verloren geht (Röm 2,4-5). In Mat 23,37: „Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen,… und ihr habt nicht gewollt!“
• 6x verhärtete der Pharao sein Herz bevor Gott sein Herz zum 7. Mal verhärtete (2Mo 9,12). Im Ganzen wird sein Herz 12x verhärtet (2Mo 7,13.22; 8,15.19.32; 9,7.12.34; 10,20.27; 11,10; 14,4). Auch das Herz seiner Beamten wird verhärtet (2Mo 9,34; 10,1).
• Gott wusste im Voraus, dass der Pharao sich verhärten würde (2Mo 3,19-20; 9,16; Röm 9,17), dennoch gab er dem Pharao die Gelegenheit zur Umkehr.
• Apg 7,51: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstreitet allezeit dem Heiligen Geiste; wie eure Väter, so auch ihr.“
5. Verschiedene Arten von Auserwählung
• Die vor Grundlegung der Welt erfolgte Erwählung der Erlösten, die zur Gemeinde gehören. Eph 1,4: „auserwählt, um heilig und tadellos vor ihm zu sein“
• Die Erwählung Abrahams, Isaaks und Jakobs (Apg 13,17) bedeutet: Sie sollten Stammväter Israels sein und Vorfahren des Messias. Ihre Erwählung bedeutete nicht die Verdammung der Nichterwählten! (Gottes Hass auf Esau wird in Maleachi erst etwa 1400 Jahre nach dessen Tod bezeugt [Mal 1,2-3; Röm 9,13].) Zu Röm 9,11-12: Die Erwählung Jakobs anstatt Jakobs hing allein von Gott ab. Sie bedeutete aber nicht, dass Esau deswegen hätte verloren gehen müssen!
• Die Erwählung Israels (Hes 20,5) bedeutet: Israel ist das irdische Volk Gottes, aus dem der Erlöser kommen sollte. Dieses Volk sollte auf Erden eine besondere Stellung einnehmen (Röm 9,1-5) und zum Segen für alle anderen Völker werden (1Mo 12,1-3). Die Erwählung Israels bedeutete nie die Verwerfung der anderen Völker! Israel sollte ein Prototyp sein, der allen Völker als Beispiel dienen könnte, damit ale Menschen sehen könnten, was geschieht, wenn ein Volk Gott gehorcht bzw. nicht gehorcht (5Mo 28,46). Die Nachkommen Abrahams waren nicht automatisch errettet (Röm 9,6-13).
• Die Erwählung Davids (Ps 78,70) bedeutet: Er sollte König in Israel sein nach Gottes Plan. Damit waren seine Brüder (1Sam 16) nicht verloren.
• Die Erwählung der 12 Apostel (Luk 6,13) bedeutet: Diese 12 Männer sollten einen ganz speziellen Dienst ausüben und eine spezielle Autorität direkt von dem Messias übertragene Autorität haben. Damit waren die anderen Jünger nicht verloren.
6. Wozu sind die Erlösten auserwählt und zuvorbestimmt?
• Auserwählt nach Vorkenntnis Gottes zur Blutbesprengung Jesu Christi (1Pet 1,2)
• Auserwählt vor Grundlegung der Welt, um heilig und tadellos vor dem Vater zu sein in Liebe (Eph 1,4)
• Zuvorbestimmt zur Sohnschaft für den Vater, nach dem Wohlgefallen seines Willens (Eph 1,5)
• Zuvorbestimmt um dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit Jesus Christus der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern (Röm 8,29)  Kinder Gottes sowie Söhne und Töchter Gottes zu sein (Röm 8,15.16; 2Kor 6,18)
• Zum ewigen Leben verordnet (Apg 13,48). Vgl. die Verheissung des ewigen Lebens vor ewigen Zeiten (Tit 1,2). Wer verhiess damals wem? Der Vater dem Sohn!
7. „Die goldene Kette“ aus Röm 8
• Röm 8,29-30: [29] Denn welche er zuvorerkannt hat, die hat er auch zuvorbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. [30] Welche er aber zuvorbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.
• (1) zuvorerkannt  (2) zuvorbestimmt  (3) berufen  (4) gerechtfertigt  (5) verherrlicht
• Wer zu den Auserwählten gehört kann nicht mehr verloren gehen (Röm 8,1 und 8,37-39).
• Den Auserwählten gibt Gott die Gabe des Beharrens bis zum Ende (1Pet 1,2: auserwählt  1Pet 1,3: wiedergeboren  1Pet 1,5: durch Gottes Macht bewahrt bis ans Ende
• Beachte den Gegensatz: Die nicht wiedergeborenen „Gläubigen“ haben nicht die Gabe des Beharrens. Luk 8,13: Die auf dem Felsen glauben für eine Zeit und fallen in der Versuchung wieder ab.
• Die Auserwählten sind die „Gefässe der Begnadigung, die Gott zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat“ (Röm 9,23): „und auf daß er kundtäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung, die er zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat...?“
• Beachte den Gegensatz zwischen Röm 9,23 und Röm 9,22! Röm 9,22: „Wenn aber Gott, willens, seinen Zorn zu erzeigen und seine Macht kundzutun, mit vieler Langmut ertragen hat die Gefäße des Zornes, die zubereitet sind zum Verderben.“ Wer hat sie zubereitet zum Verderben? Nicht Gott, sondern sie selbst!  Röm 2,4-6: „[4] Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut, nicht wissend, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet? [5] Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf am Tage des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, [6] welcher einem jeden vergelten wird nach seinen Werken.“
• Die Auserwählten sind unantastbar und können nicht mehr verloren gehen! Röm 8,33-34: „[33] Wer wird wider Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, welcher rechtfertigt; [34] wer ist, der verdamme? Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auch auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.“
• 2Tim 1,9-10: [9] der uns errettet hat und berufen mit heiligem Rufe, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christo Jesu vor den Zeiten der Zeitalter gegeben, [10] jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Heilandes Jesus Christus, welcher den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, [11] …“ 
o 1. Vor Erschaffung der Welt hat Gott hat Gott seinen Vorsatz zu unserer Erwählung gefasst und uns seine Gnade zugesprochen.
o 2. Vor 2000 Jahren ist Christus gekommen und hat im Jahr 32 n. Chr. den Tod besiegt und als am dritten Tag Auferstandener den Auftrag zur Verbreitung der Frohen Botschaft von dem Auferstehungsleben gegeben.
o 3. Im 20. Jh. sind wir mit dem Ruf zur Busse konfrontiert worden und konnten durch Busse und Bekehrung errettet werden.
8. Kann man wissen, ob man auserwählt ist?
• 1Thess 1,4: „wissend, von Gott geliebte Brüder, eure Auserwählung.“
• Das Glaubensleben und die Treue in den Verfolgungen haben deutlich gemacht, dass die Thessalonicher eine echte Bekehrung erlebt hatten (1Thess 1,2-3)
• Eph 1,3-5: „ Gepriesen sei der Gott und Vater… uns auserwählt … uns zuvorbestimmt…“
• Kol 3,12: „Ziehet an als Auserwählte Gottes…“
• 1Pet 1,1-2: „[1] … den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien und Bithynien, [2] auserwählt nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters,…“
9. Aus der Kirchengeschichte
• Nach der Zeit der Apostel gab es von 100 – 400 n. Chr. unter den Bibellehrern (= so genannte „Apostolische Väter“ und „Kirchenväter“; vgl. aber Mat 23,9) breite Übereinstimmung in der Lehre: Gott hat in seiner Allwissenheit im Voraus gewusst, wer sich einmal bekehren würde. Diese Menschen hat Gott auserwählt. Gott sandte seinen Sohn für alle Menschen in die Welt. Nur die, welche die Gnade Gottes empfangen werden errettet werden. Die übrigen werden ewig verloren gehen.
• Aurelius Augustin (354 - 430) lehrte dies anfänglich auch so. Später behauptete er, wohl aus dem Anliegen heraus, die Grösse Gottes im Gegensatz zum Menschen mehr herauszuheben: Gott habe einen Teil der Mensch auserwählt, der errettet werden könne. Die Übrigen werden verloren gehen. (Seine Prädestinationslehre war beeinflusst durch seinen Kampf gegen die Irrlehre von Pelagius und ev. Auch durch Überreste aus seiner Zeit vor der Bekehrung, als er durch die Irrlehre der Manichäer verführt war.)
• Augustin kämpfte gegen den zeitgenössischen Irrlehrer Pelagius. Pelagius lehrte (vgl. „Pelagianismus“): Der Mensch sei gut geboren und in seinem Willen völlig frei. Er könne sich frei für das Gute entscheiden und sei in der Lage, alles zu tun, was es braucht, um errettet zu werden. Den Begriff der sündigen Natur im Menschen (= „Erbsünde“, Röm 5,12ff) ersetzte er durch Begriffe wie „sündige Gewohnheit“ und „Nachahmung Adams“.
• Jean Calvin (1509-1564) hat von Augustin sehr viel gelernt, gerade was die Gnade Gottes anbetrifft. Er übernahm die Lehre Augustins. In seiner Institutio führt er seine doppelte Prädestinationslehre (vgl. „Calvinismus“) aus: Alle Menschen sind böse und verloren. Sie hassen Gott und wollen nicht zu ihm kommen. Doch eine bestimmte Zahl aus ihnen habe Gott aufgrund seines eigenen Beschlusses zu Heil auserwählt. Diese ziehe er durch seine Gnade, der sie nicht widerstehen können, aus dem Sumpf der Sünde heraus. Die anderen überlasse er sich selbst. Sie gehen verloren. Sie wollen auch nicht gerettet werden, aber sie könnten es auch nicht. Calvin glaubte: Gott habe gewisse Menschen zum Heil und die anderen zur Verdammnis zuvorbestimmt (Institutio III,21.5). Aber: Die Bibel spricht nie über eine negative Prädestination!
• Durch die Dordrechter Synode von 1618-1619 wurde die Prädestinationslehre zur offiziellen Lehre der Reformierten Kirche Hollands erklärt. Die Lehre des Arminius wurde dabei verurteilt.
• Andere Reformatoren wie z.B. Bullinger in Zürich wandten sich gegen die Lehre Calvins und hielten sich im Prinzip an die in den ersten 4 Jahrhunderten festgehaltenen Lehre, die sich vollumfänglich mit den Aussagen der Bibel deckt.
• Jacobus Arminius (1560-1609 lehrte (vgl. „Arminianismus“): 1. Gott habe vor Erschaffung der Welt nur die erwählt, von denen er wusste, dass sie sich durch seine Gnade dereinst bekehren würden. 2. Der Mensch habe, obwohl er in Sünde geboren wird, einen freien Willen zur Entscheidung für das Evangelium. 3. Christus habe für alle Menschen die Versöhnung erworben, aber nur diejenigen, die sie annehmen, werden ihrer teilhaftig. 4. Der Gläubige könne wieder abfallen und das Heil verlieren (vgl. jedoch: Joh 10,27-29; Röm 8,1; 8,37-39). Diese Lehre fand grosse Verbreitung durch den Methodisten John Wesley.

MfG
Maria

Ps. Entschuldigt. Ist etwas viel zum lesen aber man bestand darauf (Bibelstellen)!
Hoffentlich könnst ihr damit mehr anfangen.
Magda
 
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Re: Auserwählung

Beitragvon toffil am Mi 6. Jan 2010, 16:51

Magda hat geschrieben:Gott möchte, dass niemand verloren geht. 2Pet 3,9: „Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, daß irgend welche verloren gehen, sondern daß alle zur Buße kommen.“

Ist Dir eigentlich schon mal durch den Kopf gegangen, dass wenn auch nur ein Mensch sich nicht erretten läßt, der allmächtige Gott seinen Willen nicht durchgesetzt hätte?

Sollte man nicht daran schon erkennen, dass das Ganze so einfach nicht ist?

Fakt ist, dass es bezüglich der Erlangung des Seelenheils Bibelstellen gibt, die in so diametralem Widerspruch zueinander stehen, dass wir Menschen sie nicht auflösen können. Ich persönlich glaube übrigens nicht an Calvinismus, sondern an einen gnädigen Gott, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich retten zu lassen. Aber ich wage nicht mir anzumaßen, damit auch richtig zu liegen.
toffil
 

Re: Auserwählung

Beitragvon Magda am Mi 6. Jan 2010, 18:59

toffil hat geschrieben:Fakt ist, dass es bezüglich der Erlangung des Seelenheils Bibelstellen gibt, die in so diametralem Widerspruch zueinander stehen, dass wir Menschen sie nicht auflösen können. Ich persönlich glaube übrigens nicht an Calvinismus, sondern an einen gnädigen Gott, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich retten zu lassen. Aber ich wage nicht mir anzumaßen, damit auch richtig zu liegen.


Hallo toffil, du liegst aber richtig, weil die Bibel von einem gütigen Gott berichtet. Und Güte kann nicht Hand in Hand mit einer Vorherbestimmung zur Verdammnis gehen. Nun würden sicher überzeugte Calvinisten sagen. Gott ist deshalb Gütig, weil er die wenigen Sünder rettet.
Aber!
Bei so viel Allmacht und Güte hätte Gott auch Wesen erschafen können, die keiner Errettung bedürfen und somit auch Keinen, der in die Hölle gehen muss. Wenn Er gewollt hätte. Wenn er aber nicht Gütig wäre, das biblisch Falsch ist, weil Gott ist ja Gütig, so würde er bei seiner Liebe und Güte kein Höllenfutter vor Grundlegung der Welt erschaffen. Das ich keine 100%tige Antwort darauf habe, ist mir auch klar. Dennoch passt Calvinismus nicht in die positiven Eigenschaften (Liebe, Güte und Gerechtigkeit)Gottes von der die Bibel spricht.

Du schreibst, dass du die Widersprüche in der Bibel auch nicht in das Richtige Evangelium bringen kannst. Gibt es dann überhaupt eine Möglichkeit, die Wahrheit über Gott und das Evangelium zu bekommen? Die Tatsache, das der Calvinismus nicht gerade das Beste ist, darin sind wir uns schon mal einig. Was aber, ist die Wahrheit?

MfG
Maria
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Re: Auserwählung

Beitragvon toffil am Do 7. Jan 2010, 16:54

Magda hat geschrieben:Hallo toffil, du liegst aber richtig, weil die Bibel von einem gütigen Gott berichtet. Und Güte kann nicht Hand in Hand mit einer Vorherbestimmung zur Verdammnis gehen. Nun würden sicher überzeugte Calvinisten sagen. Gott ist deshalb Gütig, weil er die wenigen Sünder rettet.

Aber!

Bei so viel Allmacht und Güte hätte Gott auch Wesen erschafen können, die keiner Errettung bedürfen und somit auch Keinen, der in die Hölle gehen muss. Wenn Er gewollt hätte. Wenn er aber nicht Gütig wäre, das biblisch Falsch ist, weil Gott ist ja Gütig, so würde er bei seiner Liebe und Güte kein Höllenfutter vor Grundlegung der Welt erschaffen. Das ich keine 100%tige Antwort darauf habe, ist mir auch klar. Dennoch passt Calvinismus nicht in die positiven Eigenschaften (Liebe, Güte und Gerechtigkeit)Gottes von der die Bibel spricht.

Du schreibst, dass du die Widersprüche in der Bibel auch nicht in das Richtige Evangelium bringen kannst. Gibt es dann überhaupt eine Möglichkeit, die Wahrheit über Gott und das Evangelium zu bekommen? Die Tatsache, das der Calvinismus nicht gerade das Beste ist, darin sind wir uns schon mal einig. Was aber, ist die Wahrheit?

MfG
Maria

Bei Gott schließen sich Güte und Eifern oder die Drohung, dass es furchtbar ist, in seine Hände zu fallen, offensichtlich nicht aus. Das ist schon der erste Fakt, der unser Verständnis von Gerechtigkeit oder Güte sprengt.

Dass Gott überhaupt Wesen erschaffen hat, die Errettung bedürfen, ist der nächste Fakt, den wir logisch nicht bewerten können. Beispielsweise könnte ich ja heute sagen, ich habe mir nicht ausgesucht, als Sünder geboren zu werden, ich will eine Sonderbehandlung.

Wenn Gott aber zuläßt, dass Menschen durch ihre eigene freie Entscheidung in der Hölle landen, dann hat er auch dadurch "Höllenfutter" geschaffen.

Die Wahrheit hinsichtlich der Erlangung des Seelenheils, davon bin ich zutiefst überzeugt, können wir Menschen nicht aufdröseln.

Aber: Wir sind klar aufgefordert, den Menschen das Evangelium zu bringen und sie zu einer Entscheidung aufzufordern. Außerdem ist uns Christen offensichtlich ein großer Einfluß hinsichtlich des Seelenheils anderer Menschen gegeben, denn sonst müßte die Bibel uns nicht so ausführlich ermahnen, gegenüber der (ungläubigen) Welt Licht und Salz zu sein und vor ihren Augen gottgefällig zu leben, um sie dadurch einzuladen.

Ob derjenige, an welchem unsere Evangelisation abprallt, zur Verdammnis vorherbestimmt war, können wir nicht beurteilen. Genausowenig ob einer, der sich aufgrund unseres Zeugnisses bekehrt, für die Ewigkeit zuvorbestimmt war.

Wir haben einen Auftrag auszuführen, Gott macht den Rest, und wir dürfen darauf vertrauen, dass er es richtig macht.
toffil
 

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