Fragen an Christina Brudereck.

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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon Christian O. am Sa 19. Nov 2011, 10:41

Lieber TJS,

in den vorstehende Posts ging es um einen konkreten Vortrag von R.Ebertshäuser und dessen Beurteilung, nicht um Fr. Brudereck, zu der ich mich auch nicht zu äußern gedenke. Ich habe mit meinem Post auf eine konkrete Frage von Arne geantwortet (Bibellesen) und erwarte von ihm eine konkrete Antwort auf meine Frage (Literatur). Dies dient der Klärung, ob sich eine Diskussion mit ihm lohnt, oder ob er es bei dem subtilen Infragestellen theologischer Kompetenz und geistlichen Status belassen will.

Zu der Frage: Einen Teil der Primärquellen habe ich bereits oben genannt. Ich könnte sie noch um McLaren und andere erweitern. Und wie ich bereits schrieb, stehe ich der EC - Bewegung kritisch gegenüber.

Zum PS: da Du mich nicht kennst, ist das was Du da von Dir gibst überflüssig.
Christian O.
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon ebo am Sa 19. Nov 2011, 11:11

Hallo Christiam und asderix

eure Äußerungen sind bisher völlig ohne Substanz in der Sache und enthalten eigentlich nur Polemik bzw. Allgemeinplätze über den Vortrag von R.E.. Man kann nur dann mit Kritik umgehen, wenn sie auch konkret ist.
ebo
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon TJS am Sa 19. Nov 2011, 17:11

Lieber Christian O.,

Christian O. hat geschrieben:[...] in den vorstehende Posts ging es um einen konkreten Vortrag von R.Ebertshäuser und dessen Beurteilung, nicht um Fr. Brudereck [...]

Das ist leider noch nicht mal die halbe Wahrheit.

Arnes Eingangsbeitrag hatte "das ganze Elend der Brudereck" zum Gegenstand. Dieses "Elend" (treffender hätte es Arne kaum pointieren können) wird im empfohlenen Vortrag von R. Ebertshäuser zwar kurz und knapp, dafür aber anschaulich genug beschrieben und zwar im größeren Kontext jener sog. Emerging Church Bewegung. Schließlich gehört Frau Brudereck neben Reimer, Faix, Aschoff & Co. hier in Deutschland zu den Galionsfiguren jener Bewegung.
Während Leute wie Reimer den Theologen geben und für die Sparte Bibelumdeutung zuständig sind (das in jenen Kreisen beliebte Stichwort Transformation passt hier auch sehr gut - anstelle von gesunder Exegese), kümmert sich Brudereck mehr um die Infiltration von Mystik, Sakralmagie, New-Age-Gedankengut, Synkretismus, Feminismus etc. pp.
Roland Werner (inzwischen CVJM-Boss) zählt offiziell zwar (noch) nicht zur EC-Riege, bewegt sich aber in diesem Dunstkreis und hat dieser Mischpoke bereits die passende Bibelfälschung geliefert ("Das Buch"). An diesem Projekt ebenfalls beteiligt - Überraschung - Christina Brudereck ...
Die fälschlich sog. NT-"Übersetzung" von Werner, Brudereck & Co. wurde in dem Vortrag von R. Ebertshäuser übrigens mit keiner Silbe gewürdigt - dein primitiver Seitenhieb auf dessen spezielle Sicht zum Textus Receptus (R.E. sei "stinkig ...") streicht somit ebenfalls ins Leere.
Während R. Ebertshäuser mit seinen Ansichten zum Grundtext des Neuen Testaments zwar tatsächlich über das Ziel hinaus schießt, trifft seine Analyse zur Emerging Church Bewegung voll ins Schwarze. Eher scheint mir seine Darstellung - angesichts der umfassenden neutestamentlichen Warnungen vor den kommenden Verführungen - da und dort noch zu moderat.

Christian O. hat geschrieben:[...] zu der ich mich auch nicht zu äußern gedenke.

Schade!
Warum eigentlich nicht?
Angst? Feige? Keine Meinung?

Immerhin lautet dieser Thread: "Fragen an Christina Brudereck". Und da du aufgrund umfassenden Primärquellenstudiums wissen musst, dass Frau Brudereck in Deutschland zu den Galionsfiguren der Emerging Church Bewegung zählt und sicherlich sehr gut über ihre Projekte informiert bist, solltest du uns hier mit deiner Kompetenz dienen.

Meiner Überzeugung nach glaubt und verkündet Christina Brudereck ein Pippi-Langstrumpf-"Evangelium", das der Botschaft und Lehre JESU CHRISTI entgegengesetzt ist.
So fabuliert Brudereck in ihrem angeblich "evangelistischen" Projekt 2Flügel u.a.:
[...] Ich wünschte, mein Traum würde wahr, dass die Annikas stark werden, mutig, schlau und frei; tanzen [...] sich von anderen unterscheiden, nach der eig'nen Mode kleiden [...] sich nicht dauernd schüchtern zieren und nur wegen der Manieren niemanden schockieren; nicht nur frisieren und lackieren, auch experimentieren und köstlich amüsieren, was Besonderes aus dem Leben machen, viel sehen und viel lachen [...]
Alle, die ihr eher seid wie Annika: Ich wünschte, Pippi Langstrumpf zöge neben euch ein und machtet euch die Welt, widdewidde wie sie euch gefällt [...]

Nebenher traktiert ihr Partner, Benjamin Seipel, die Tasten eines bedauernswerten Pianos mit seiner recht eigenwilligen Interpretation der Pippi-Hymne (soll anscheinend Kunst sein), die bekanntlich für Eigenwille, Emanzipation, Rebellion, antiautoritär-anarchistischen Trotz steht:

Folgender Text markiert Pippi Langstrumpfs anarchistische Grundhaltung:

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....

Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.
[...]


Wikipedia hat geschrieben:Pippi Langstrumpf gilt als literarisches Vorbild für die Frauenbewegung und den Feminismus, zeigt es doch entgegen tradierter Rollenbilder ein Mädchen, das mit ihrer gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrolle bricht und „stark, verwegen, ungehemmt, lustig, rebellisch und unbeeindruckt von Autoritäten“ ist. So habe das Buch „Generationen von Mädchen ermuntert, Spaß zu haben und an die eigenen Fähigkeiten zu glauben.“[17]

Aufgrund des rebellischen und unkonformistischen Verhaltens von Pippi und ihres Umgangs mit Autoritäten werden ihr gelegentlich auch anarchistische Züge zugeschrieben, dementsprechend ist sie auch Bezugspunkt für anarchistische Strömungen. „Eine Rotzgöre im Lumpenlook mit ritzeroten Zöpfen, die in einer maroden Villa haust und sämtliche Autoritäten ignoriert! Pippi ist eine Autonome und Anarchistin, lange bevor die Jahreszahl 1968 eine Bedeutung bekam; auch als Erfinderin des Punk – 40 Jahre vor den Sex Pistols – wird sie gerne bezeichnet.“ [18]


Neben Pippi Langstrumpf gelten der emergenten "Evangelistin" Brudereck religiös angehauchte Polit- und Sozialaktivisten wie Martin Luther King oder "Mutter" Theresa als Leitfiguren. Vom biblischen Evangelium hingegen, das auf Sündenerkenntnis, Erlösungsbedürfdigkeit, GOTTES Gericht und Gnadenangebot, den Opfertod und das Blut JESU CHRISTI, persönliche Umkehr zu JESUS CHRISTUS, CHRISTUSnachfolge, Heiligung etc. orientiert, findet sich im emergenten Kosmos der Christina Brudereck nicht die geringste Spur!

Mit ihrem sakral-magischen Projekt Zeit des Meisters sieht es leider nicht besser aus: Ganz im Gegenteil!
Brudereck meint 'das Heilige' in der mystischen Versenkung, beim Ton der Klangschale, dem Duft von Räucherstäbchen etc. zu finden ...

Diese arme Frau ist aus biblischer Sicht völlig "nebe de Kapp" - wie der Frankfurter sagt. Schlimmer noch: Sie ist eine Gefahr für ihre Mitmenschen - eine Verführerin. Denn Frau Brudereck "evangelisiert" ein "anderes Evangelium", das in Wahrheit kein Evangelium ist.
Das Pippi-Langstrumpf-"Evangelium" der Christina Brudereck kann nämlich niemanden erretten - weder für diese Zeit, geschweige denn für die Ewigkeit.

Christian O. hat geschrieben:Ich habe mit meinem Post auf eine konkrete Frage von Arne geantwortet (Bibellesen) und erwarte von ihm eine konkrete Antwort auf meine Frage (Literatur). Dies dient der Klärung, ob sich eine Diskussion mit ihm lohnt, oder ob er es bei dem subtilen Infragestellen theologischer Kompetenz und geistlichen Status belassen will.

Um deinen geistlichen Status bin ich inzwischen auch ein wenig besorgt, Christian.
So unterstellst du R. Ebertshäuser z.B. "jede Menge Übertreibung", eine "ordentliche Portion Angstmacherei" etc., ohne dies auch nur ansatzweise zu begründen.
Ergo: Entweder du belegst deine Kritik am Vortrag von R. Ebertshäuser oder du "ersparst uns" fortan "deine 'Meinungen'" (O-Ton: Christian O. an Arne) - einverstanden?

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas
Die Summe DEINES Wortes ist Wahrheit,
und jedes Recht DEINER Gerechtigkeit bleibt ewig.

Psalm 119:160
TJS
 
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon asderrix am Sa 19. Nov 2011, 18:56

ebo hat geschrieben:Hallo Christiam und asderix

eure Äußerungen sind bisher völlig ohne Substanz in der Sache und enthalten eigentlich nur Polemik bzw. Allgemeinplätze über den Vortrag von R.E.. Man kann nur dann mit Kritik umgehen, wenn sie auch konkret ist.

Ich schrieb oben:
Ganz besonders möchte ich darauf hinweisen, dass die Unterstellung, Sünde, Bekehrung und die Wichtigkeit der konsequenten Nachfolge auf keinen Fall vernachlässigt werden

Darauf bist du nicht eingegangen!
Ich habe also ein Argument herausgegriffen aus dem ganzen Sermon des Herrn Ebertshäuser, darauf bist du nicht eingegangen!
Wer hier also Polemik betreibt dürfte klar sein.
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon asderrix am Sa 19. Nov 2011, 19:08

Hallo Arne, als ich deinen Beitrag las, wollte ich als erstes schreiben, dass ich ja auch schrieb, dass es sicher Entgleisungen gibt.
Und dazu stehe ich auch, wenn Buddhismus, als möglicher Weg zu Gott gelehrt wird, muss das abgelehnt werden.
arne hat geschrieben:Gott hat uns nicht zur Freiheit berufen damit wir im ungehorsam gegen IHN leben und um sich mit Rosenkränzen zu Behängen, oder aus dem Buddhistischen Mönchstum zu lernen, zu Meditieren und uns Okkulten Praktiken öffnen - Menschen die so etwas tun sind nicht "Frei", sondern immer noch gefangen in ihrem Alten natürlichen Leben, sie kennen Gott, sie kennen Jesus Christus nicht. Und du redest von "freiheit" ... :roll:

Bei näheren Nachdenken, stellte ich fest, das selbst Ebertshäuser das nicht sagte, außerdem sind Rosenkränze nicht zum Behängen.

Ich weiß, es gibt unterschiedliche Einstellungen dazu in wieweit Praktiken die in anderen Religionen angewandt werden, im Christentum auch Verwendung finden dürfen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass der Erfinder des Kosmos mit allem geehrt werden kann, was er erschuf, egal ob es von dem Affen Gottes pervertiert wurde.
Ich würde z.B. dennoch nicht von Meditation sprechen, wenn ich das Nachdenken über Gottes Weisheit, Wesen und Plan für mein Leben beschreibe, auch wenn es im Endeffekt nichts anderes ist, weil es eben im Verständnis der Hörer anders besetzt ist.
asderrix
 
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon Christian O. am Sa 19. Nov 2011, 20:44

Lieber TJS,

noch einmal für Dich zum langsamen Mitlesen: ich verteidige weder Fr. Brudereck im Speziellen noch die EC- Bewegung im Allgemeinen. Und trotzdem - oder gerade deswegen - halte ich das, was R. Ebertshäuser sagt aufgrund der Heterogenität und der teilweise eben auch richtigen und guten Ansätze der EC - Bewegung für genau das was ich gesagt habe.

Als Beispiel für die Falschinformationen die R. Ebertshäuser verbreitet kannst Du ja mal nach der persönlichen Stellungnahme von J. Reimer googlen, das ist sicherlich hilfreich. Damit aber die Arbeit nicht überhand nimmt hier der Link dazu: http://hrichert.de/2008/zu-den-lugen-uber-johannes-reimer/. Um nur zwei Punkte daraus zu zitieren: "1. Vorwurf: Ich sei der Hauptstratege der ECB in Deutschland. Tatsache ist, dass ich gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe, außer dass ich einige Doktoranden betreue, die sich, zum Teil recht kritisch, mit dieser Bewegung auseinandersetzen. Weder bin ich Mitglied dieser Bewegung, noch habe ich mich je an einem entsprechenden Forum beteiligt." oder hier "7. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an die Notwendigkeit der persönlichen Bekehrung und Wiedergeburt, stattdessen versuche ich den Menschen zu verbessern. Tatsache ist, dass ich genau das für eine der wichtigsten Holzwege der Geschichte halte. Wir können den Menschen nicht verbessern. Erst wenn er sich vor Gott beugt und vom Sohn Gottes in der Wiedergeburt befreit wird, ist er wirklich frei (Joh. 8,32ff). Da ist kein anderer Name unter der Sonne durch den wir Menschen erlöst werden, als Jesus allein (Apg. 4,12). Alle Versuche die Einzigartigkeit Jesu in Frage zu stellen, lehne ich von Herzen ab." Vergleiche dazu mal die Aussagen von Ebertshäuser.

Ansonsten: es wird ein Vortrag von Ebertshäuser empfohlen, ohne das jemand dies detailliert zu begründen hätte, was absolut ok ist. Ich nun beurteile diesen Vortrag anders, tue dies kund, und soll das nun in epischer Breite begründen müssen? Ich sehe keinen Anlass dazu, vor allem nicht auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die Leute, die man anhand der Bibel herausfordert, dann "die Straßenseite" wechseln, anstatt mal auf ein paar ganz einfache biblische Anfragen zu reagieren.

Und wenn Du Sorge um meinen geistlichen Status hast, dann sende mir per PN mal Deine Adresse, ich komme dann mal zu Seelsorge bei Dir vorbei ... wenn es in erreichbarer Nähe ist. :P

Ich werde mich jetzt mit dem morgigen Sonntag beschäftigen, mich auf die Gemeinschaft mit Christen freuen, und mich der Herausforderung an ein relevantes Christ - Sein stellen.
Christian O.
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon arne am Sa 19. Nov 2011, 21:40

Hallo Asterix und Christian,

ich habe ein Paar Predigten von Feix gehört, (und Archiviert) ein wenig auf seiner dem "Zeitgeist" angepassten Homepage "Zeitgeist" gelesen (und Archiviert). Johannes Reimer empfiehlt Literatur von MCLarren - er reicht sozusagen Pures Gift an andere weiter und Treibt mit seiner Homepage die Transformation der Gesellschaft voran (im Sinne des dominionismus).

Einen wahren Christen kann das nur erschrecken wie weit sie vom Wort des Herrn abgedriftet sind und das sie ein falsches Evangelium verkündigen, darauf muss man doch Hinweisen.

Diese Frage höre ich immer als erstes - hast du denn das Buch schon gelesen :) - nein, ich würde sie auch nicht Lesen wollen, nachdem was ich in ihren Vorträgen gehört habe und dafür wäre mir das Geld auch viel zu schade - ich könnte es dann auch ohne Buch schon in den Abfall werfen

Ich weiß das man einen Rosenkranz nicht anhängt, man hält ihn in der Hand, ähnlich wie das Gebetskettchen der Moslems - beide sind nutzlos und dienen nur dem Fleisch, dem Bedürfnissen des natürlichen Menschen.

Es macht mich auch traurig zu sehen wie ihr gegen das angeht was die Wahrheit ist - was ist denn falsch an dem was Bruder Ebertshäuser sagt ? Wer sich die mühe machen will kann sich überzeugen das es die Wahrheit ist.

in guter Hoffnung,
Arne
arne
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon Christian O. am Sa 19. Nov 2011, 22:00

Lieber Arne,

hättest Du die Stellungnahme von Reimer in meinem hier veröffentlichten Link gelesen, dann wüßtest Du, dass Deine Vorwürfe z.B. an J. Reimer ins Leere gehen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Lesen von Quellenliteratur nicht zu Deinen Favoriten gehört. Und wer Reimer dann Dominionismus vorwirft (http://de.wikipedia.org/wiki/Dominionism), sorry, aber einen Austausch damit muss ich mir nicht geben.
Christian O.
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon arne am Sa 19. Nov 2011, 22:09

Lieber Christian,

Tatsache ist, dass ich bis dato nur Brian McLarens Analyse der amerikanischen Gemeinde-Wachstumsbewegung vorgestellt und gelobt habe (dazu stehe ich nach wie vor) und das Buch von Michael Frost und Alan Hirsch für gut befunden. Die beiden letzten sind keine wirklichen Vertreter der ECB. Ihr Buch finde ich nach wie vor sehr gut. Wie man daraus allerdings den Vorwurf konstruieren will, sie seien antichristlich, entzieht sich meiner Vorstellungskraft


Christian hat geschrieben:hättest Du die Stellungnahme von Reimer in meinem hier veröffentlichten Link gelesen, dann wüßtest Du, dass Deine Vorwürfe z.B. an J. Reimer ins Leere gehen.


Ja, stimmt :) habe sie gelesen und auch nur darauf Hingewiesen das er Bücher von MCLarren empfiehlt (in diesem bis jetzt eins, die anderen werden sicher noch kommen) ... und natürlich die Zwei anderen Bücher getünchter Wänden.

Arne hat geschrieben:Johannes Reimer empfiehlt Literatur von MCLarren

Er kann nicht verstehen warum man diese Bücher als Antichristlich Bezeichnet. Genau das ist der Punkt ...

Brian McLaren

„Ich glaube nicht, dass Jünger machen gleichbedeutend ist damit, dass man Nachfolger der christlichen Religion macht. Es mag in vielen (nicht allen!) Fällen hilfreich sein für Leute, Nachfolger Jesu zu werden und in ihrem buddhistischen, hinduistischen oder jüdischen Kontext zu bleiben…“5

„Ja, ich weiß von einem Wesen mit dem Namen Gottes, das eine Flut sendet, die die ganze Menschheit außer Noahs Familie zerstörte, aber das ist nahezu trivial im Vergleich zu einer Gottheit, die den größten Teil der Menschheit für immer in einer ewigen, bewussten Verdammnis quält, drei Worte, die man langsam und nachdenklich lesen sollte, um ihre ganze Bedeutung zu erfassen.“6

„Bei vielen Christen geht es in erster Linie darum, was geschieht, nachdem sie gestorben sind. Dies lenkt sie davon ab, Gerechtigkeit anzustreben und in einer barmherzigen Weise zu handeln, solange sie in diesem Leben stehen. Wir müssen zurückgehen und eine andere Sicht über die Lehre Jesu bezüglich der Hölle bekommen. Die traditionelle Lehre über die Hölle hinterlässt bei so vielen Menschen den Eindruck, dass Gott grausam ist. Das ist etwas, was wir nicht stehen lassen sollten.“7

„In diesem Licht, einem Gott Glauben zu schenken, der auf übernatürliche Weise eine internationale Katastrophe herbeiführt, die zu einem Völkermord nie dagewesenen Ausmaßes führt, ist kaum möglich, und noch weniger möglich ist es, einen solchen Gott anzubeten. Wie können Sie ihre Kinder bitten…, einen Gott anzubeten, der so wenig Kreativität besitzt, so überreagiert und äußerst unberechenbar ist, was das Leben angeht?“8

Brian McLaren ist der Gründungspastor der Cedar Ridge Community Church in Spencerville. Er ist Vorstandsvorsitzender für Sojouners, eine führende Persönlichkeit in der Emerging Church und Gründungsmitglied von Red Letter Christians.


Vielleicht deswegen ... :roll:

http://distomos.blogspot.com/2009/05/br ... artes.html

Ich denke ihr wollt es gar nicht verstehen. Da werden Geschwister im Herrn getäuscht und vom Herrn Jesus Christus und von seinem Evangelium abgezogen in die Welt, mir liegen meine Geschwister am Herzen, weil ich sie Liebe. Sie müssen sich von solchen Menschen absondern um der Wahrheit wegen um Jesu Namen wegen.

Der Dominismus ist nicht von den Fundis ... Lügipedia ..

Hier mal ein paar Infos:
http://distomos.blogspot.com/search/label/Dominionismus

Gesellschaftstransformation von Reimer
http://www.gesellschaftstransformation.de/module.html

Frost und Hirsch und ein wenig Faix
http://distomos.blogspot.com/2009/05/wi ... t-der.html

Und Brudereck mit ihrer Religiösen Mystischen weltliche Spiritualität (Msytik)
http://www.kirche-21.de/?page_id=86

Ich bin übrigens ein Lebensfroher Christ und freue mich an der Gnade meines Herrn Jesus Christus und darüber das ER bald wiederkommt :) und Leid kenne ich nur zu genüge.

In guter Hoffnung,
Arne
arne
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon TJS am So 20. Nov 2011, 15:12

Lieber Christian O.,

vielen Dank für deine barmherzige Geduld, indem du mir mitteilst:

Christian O. hat geschrieben:[...] noch einmal für Dich zum langsamen Mitlesen: ich verteidige weder Fr. Brudereck im Speziellen noch die EC- Bewegung im Allgemeinen. Und trotzdem - oder gerade deswegen - halte ich das, was R. Ebertshäuser sagt aufgrund der Heterogenität und der teilweise eben auch richtigen und guten Ansätze der EC - Bewegung für genau das was ich gesagt habe.

R. Ebertshäuser weist in seinem Vortrag selbst mehrfach auf die Heterogenität der Emerging Church Bewegung hin, ebenfalls darauf, dass man sich durchaus noch - zumindest teilweise - der biblischen Terminologie bedient (wie sonst auch sollte Tarnung funktionieren?). Gleichzeitig wird aber betont, wie vielfältig und weitreichend Schnittstellen und Vernetzung mit und zu allen möglichen (neo-)evangelikalen Strömungen hergestellt werden, um das Kernanliegen Gesellschaftstransformation voranzutreiben (Lausanner Bewegung, Ev. Allianz, CVJM, theologische Ausbildungsstätten etc. pp.).

Aber okay, du verteidigst also weder Frau Brudereck im Speziellen noch die Emerging Church Bewegung im Allgemeinen.
Gleichzeitig verteidigst du aber deren angeblich "teilweise eben auch richtigen und guten Ansätze". Welche wären das denn? Als Antwort erwarte ich mitnichten die "epische Breite" - allerdings signifikante Statements mit präzisen Quellenangaben.

Christian O. hat geschrieben:Als Beispiel für die Falschinformationen die R. Ebertshäuser verbreitet kannst Du ja mal nach der persönlichen Stellungnahme von J. Reimer googlen, das ist sicherlich hilfreich [...]

Erneut bezichtigst du R. Ebertshäuser der Verbreitung von "Falschinformationen". Aus der Reimer'schen Stellungnahme von 2008 - die im Kern übrigens damals schon aus glatten Lügen und Halbwahrheiten bestand - geht jedenfalls nicht hervor, welche "Falschinformationen" R. Ebertshäuser angeblich über Prof. Reimer verbreiten würde.
Im hier zur Diskussion stehenden aktuellen Vortrag (Anfang Nov. '11), kommt R. Ebertshäuser erst ab ca. 47:30 min explizit auf Herrn Reimer zu sprechen, indem er sagt:
"Wichtige Personen, die da immer wieder genannt werden, die Führer und Sprecher der Emerging Church sind: da ist neben Christina Brudereck auch Prof. Johannes Reimer, ein Russlanddeutscher, der ehemals also durchaus etwas konservativere Positionen vertrat und dann später Charismatiker wurde und akademische Karriere als Theologe machte und inzwischen der prominenteste und am besten angesehene Sprecher der Emerging Church Bewegung in Deutschland ist - auch mit vielen internationalen Beziehungen."

Anschließend lenkt der Referent kurz das Augenmerk auf Tobias Faix und sagt dann weiter:
"[...] Prof. Reimer ist übrigens jetzt im Moment am Theologischen Seminar der FEGs, der Freien Evangelischen Gemeinden, offiziell angestellt - spricht aber auch praktisch überall."

Im weiteren Verlauf seines Vortrages nimmt R. Ebertshäuser schließlich noch 3 oder 4 mal auf Reimer Bezug, indem er Projekte nennt, an denen Reimer maßgeblich beteiligt ist, z.B. auf den Studiengang "Gesellschaftstransformation" am Marburger Bibelseminar (mbs). Diesen Studiengang bezeichnet R. Ebertshäuser u.a. als "organisatorische Basis" der Emerging Church in Deutschland. Neben Reimer, Faix & Co. ist an diesem Studiengang übrigens erneut Christina Brudereck als Dozentin mit von der Partie - wen wundert's?

Fazit: Alles, ich betone: ALLES, was R. Ebertshäuser in seinem Vortrag über Prof. Reimer sagt, entspricht den Tatsachen. Es handelt sich ausnahmslos um überprüfbare Fakten (siehe auch weiter unten, denn richtig spannend wird es erst noch).

Aber bitte: Ich lerne weiterhin gern dazu und ersuche hiermit erneut, uns den präzisen (!) Nachweis zu erbringen, welche konkreten "Falschinformationen", "jede Menge Übertreibungen" etc. durch den Vortrag von R. Ebertshäuser angeblich kolportiert werden. Bisher weichst du diesbezüglich jedenfalls aus, lässt dich offensichtlich von Nebelkerzen blenden oder von Strohmännern beieindrucken, die Reimer zunächst aufbaut, um sie anschließend genüsslich abzufackeln.

Christian O. hat geschrieben:[...] Damit aber die Arbeit nicht überhand nimmt hier der Link dazu: http://hrichert.de/2008/zu-den-lugen-uber-johannes-reimer/. Um nur zwei Punkte daraus zu zitieren: "1. Vorwurf: Ich sei der Hauptstratege der ECB in Deutschland. Tatsache ist, dass ich gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe, außer dass ich einige Doktoranden betreue, die sich, zum Teil recht kritisch, mit dieser Bewegung auseinandersetzen. Weder bin ich Mitglied dieser Bewegung, noch habe ich mich je an einem entsprechenden Forum beteiligt." oder hier "7. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an die Notwendigkeit der persönlichen Bekehrung und Wiedergeburt, stattdessen versuche ich den Menschen zu verbessern. Tatsache ist, dass ich genau das für eine der wichtigsten Holzwege der Geschichte halte. Wir können den Menschen nicht verbessern. Erst wenn er sich vor Gott beugt und vom Sohn Gottes in der Wiedergeburt befreit wird, ist er wirklich frei (Joh. 8,32ff). Da ist kein anderer Name unter der Sonne durch den wir Menschen erlöst werden, als Jesus allein (Apg. 4,12). Alle Versuche die Einzigartigkeit Jesu in Frage zu stellen, lehne ich von Herzen ab." Vergleiche dazu mal die Aussagen von Ebertshäuser.

Die Stellungnahme Reimers weist ihn bestenfalls als einen gewieften Taktiker und Etikettenschwindler aus. Klar bedient(e) er sich (damals noch) zumindest teilweise der biblischen Terminologie. Mit welchen Inhalten ist sie aber gefüllt? Wie definiert Reimer "Bekehrung", "Wiedergeburt", "Einzigartigkeit Jesu", "Reich Gottes" etc.?
Denn auch für einen Moslem - selbst für manche Atheisten - ist Jesus "einzigartig" etc.
Aber selbst wenn Reimer tatsächlich noch rudimentäre Vorstellungen von den biblischen Definitionen haben sollte, so spielen die zentralen Fragen des Evangeliums in seinem "Dienst" quasi keine Rolle.

Aber lassen wir zunächst jemanden zu Wort kommen, der sich seit Jahren mit dem Themenkomplex Emerging Church beschäftigt und sich in dieser Szene bestens auskennt. Bitte versteh' diesen Blog-Eintrag als ein kostenloses Update deines inhaltlich offenkundig nicht ganz frischen Mindsets in puncto Reimer:
Torsten Narjes hat geschrieben:Emergente Nebelkerzentaktik um Johannes Reimer
Geschrieben am 15.08.2011 - http://narjesus.wordpress.com/2011/08/1 ... es-reimer/

Der in der christlichen Szene Norddeutschlands bislang vergleichsweise unbekannte Johannes Reimer, zuvor praktisch nur im Bereich der Emergenten Bewegung sowie lokal in den Regionen Ostwestfalen-Lippe, Sauerland/Siegerland und Marburg-Biedenkopf vor allem im Umfeld von rußlanddeutschen Aussiedlergemeinden ein Begriff, ist innerhalb der letzten Monate zu einem der bedeutenden Konferenzsprecher in der deutschen Gemeindeszene avanciert. Nachdem er in diesem Jahr bereits auf der Konferenz „jesus unites“ im Mai in Essen sowie kürzlich zu Pfingsten auf dem Dünenhof-Festival in Cuxhaven sowie beim Jugend- und Gemeinschaftstag des Thüringer Gemeinschaftsbundes in Bad Blankenburg als Referent in Erscheinung trat, tritt Johannes Reimer im Herbst 2011 auf Einladung von „Gemeinsam für Hamburg“ als Hauptsprecher bei der zweiten Auflage des Kongresses „Das Beste für die Stadt“ auf – Grund genug, sich etwas näher mit diesem Mann, seinem Denken, seinem bisherigen Wirken und seinen Absichten zu beschäftigen, zumal er darüber hinaus seit einiger Zeit als Vorstandsmitglied des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie (AfeM) und Kuratoriumsmitglied von ProChrist in für die bekennende Christenheit in Deutschland wichtigen Gremien sitzt.

Zur Vita von Johannes Reimer, der 1955 in der Sowjetunion geboren wurde, im heutigen Estland (damals Estnische SSR) aufwuchs und 1976 in die Bundesrepublik übersiedelte, verweise ich dabei zunächst auf seine Selbstdarstellung bei Reimer Ministries, seinen beim Theologischen Seminar Ewersbach hinterlegten tabellarischen Lebenslauf und den entsprechenden Eintrag bei der Wikipedia, die Reimer seiner Herkunft nach zu den Rußlandmennoniten rechnet. Einzelne Details seines Lebenslaufs hinsichtlich seiner Wirkungsfelder werde ich weiter unten aufgreifen.

Johannes Reimer steht sowohl inhaltlich als auch beziehungsmäßig in enger Verbindung zum 2007 gegründeten Netzwerk „Emergent Deutschland“ und unterstützt und verbreitet dessen charakteristische theologische Auffassungen, wiewohl er diesem Netzwerk nicht selbst angehört und seine Website nicht das Emergent-Logo führt. Gegen eine vergleichbare, von anderer Seite bereits 2008 vorgebrachte Einschätzung wehrte sich Reimer mit einem öffentlichen Rundschreiben vom 08.10.2008, das gegenwärtig weiterhin auf den Blogs „Context21″ von Jacob Wiebe, Pastor der Mosaik-Church Detmold, und „The Road Less Travelled“ von Helmut Richert nachgelesen werden kann.

Um Johannes Reimer zu unterstützen, fahren die Betreiber der genannten Blogs in ihren Begleitworten zum Rundschreiben richtig schwere Geschütze auf, indem sie den Kritikern Reimers vorwerfen, „geistlichen Mißbrauch“ zu betreiben, und sie gar als die „Synagoge des Satans“ und „Leute mit zerrütteten Sinnen“ bezeichnen. (Hierzu und zu dem Vorwurf, nicht gemäß Matthäus 18,15-18 zuerst direkt mit Reimer gesprochen zu haben, siehe auch mein Posting „Zum Verhältnis öffentlicher Korrektur falscher Lehren zu Matthäus 18,15-18″.)

Beim Blick auf das Folgende dürfte jedoch schnell klar werden, daß die offensiven Entkräftungs- und Beschwichtigungsversuche Reimers aus seinem Rundschreiben entweder der Realität nicht standhalten oder aber wesentliche Sachverhalte unerwähnt lassen, die seiner Darstellung der Dinge die Grundlage entziehen. Vielmehr haben die seit dem Rundschreiben von 2008 ins Land gegangenen Jahre gezeigt, daß Reimer mehr als zuvor integral das Werk und die Strategie von Emergent Deutschland nach Kräften unterstützt und mit vorantreibt und nicht darin nachläßt, an der Weiterverbreitung einer emergenten, d.h. postmodernistischen, missional-inkarnatorischen und sozialaktionistischen Theologie mitzuwirken – durch entsprechende Prägung und Unterweisung junger kommender Leiter im Rahmen ihrer akademischen Ausbildung sowie durch zunehmende Konferenzaktivitäten im evangelikalen Mainstream, bei denen er Elemente seiner Theologie, insbesondere seiner Reich-Gottes-Sicht, als missionarische Unausweichlichkeit für die Gemeinde Jesu im heutigen Zeitalter insgesamt andient.

Folgende Beobachtungen stützen diese Einschätzung und entziehen der Reimer’schen Darstellung der Dinge, wonach er „gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe“, die Grundlage:

1. Johannes Reimer war und ist regelmäßig Referent bei zentralen Veranstaltungen von Emergent Deutschland, u.a. beim „Emergent Forum“ 2008 (Podcasts #29,#30) und den „Studientagen Gesellschaftstransformation“ 2008 (Podcasts #17,#18), 2009 (Podcast #37) und 2011 (zentral in Marburg und regional zweimal in Nordhessen) und ist auch beim „Studientag Gesellschaftstransformation“ 2012 erneut als Referent vorgesehen.

Inhaltlich liegt allen diesen Referaten eine in emergenten Kreisen gängige, völlig verfehlte Sicht vom Reich Gottes in dieser Zeit zugrunde, die im Unterschied zur nachpfingstlichen Sicht – nach der Reich und Herrschaft Gottes in der Gemeinde angebrochen sind und an ihr prophetisch der Segen des kommenden Reichs und punktuell nach außen demonstriert wird, aber für die äußere Welt, die bis zur Wiederkunft Jesu in der Gewalt Satans ist und in der von Grund auf böse Menschen weiterhin ihren Spielraum haben, eine verborgene, auf ihren endgültigen Antritt in Macht und Herrlichkeit wartende Herrschaft darstellen – davon geprägt ist, daß die Welt zwar gestört ist, aber im Prinzip einen positiven Raum darstellt und jetzt der Ort ist, wo jederzeit das Reich Gottes mit seinem Shalom durch Taten sozialer Gerechtigkeit zur „Wiederherstellung des göttlichen Urzustandes“ gebaut werden kann, ja Gott schon dabei am Werk ist und uns Christen zur Mitwirkung daran einlädt (darauf läuft faktisch das Konzept „Missio Dei“ hinaus). Deshalb sollen Christen einen Großteil ihrer Zeit darin investieren, daß sie mit Nichtchristen zusammen soziale Aktionsprogramme durchführen oder an ihnen teilnehmen, selbst wenn sie auf einer egalitaristischen statt auf der biblisch-christlichen Weltanschauung basieren, da in dieser Sicht mit jeder sozialen oder egalitaristischen Aktion bereits das äußerliche Reich Gottes gebaut wird. Zur Begründung werden u.a. Jesaja-Stellen, die eigentlich das endzeitliche messianische Friedensreich beschreiben, auf das in dieser Zeit zu bauende Reich Gottes bezogen.

Auf die lokal- oder gesamtgesellschaftliche Ebene hochgezogen, mündet dies in die lenkungsmethodenmäßige Umsetzung am egalitaristischen Reißbrett geplanter Gesellschaftsentwürfe oder -teilentwürfe, die „Gesellschaftstransformation“, bei deren Gerechtigkeitsveratändnis es ausschließlich um soziale Umverteilungsgerechtigkeit geht, die den biblischen Begriff der Gerechtigkeit im Sinne von Bestrafung des Bösen und Belohnung des Guten völlig überdeckt hat.

Die auf anderen Websites verfügbaren Audios, Powerpoint-Folien und Auszüge aus seinen Reden zeigen, daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle, sondern um Reimers Botschaft regelhaft durchziehende, integrale Elemente handelt. Mehr noch: Johannes Reimer spricht fast überall, wohin er eingeladen wird, über Gesellschaftstransformation im eben dargelegten Sinne. Nur selten spricht er zu anderen Kernthemen, und dies dann auch hauptsächlich in rußlanddeutschen Aussiedlergemeinden (so in der EFG Schöne Aussicht Detmold zu den Geistesgaben).

2. Im nur wenige Bücher umfassenden Bücherangebot des Internet-Shops von Reimer Ministries (Johannes Reimers Missionswerk) werden wohlwollend Schlüsselwerke der Emergenten Bewegung wie „Zeitgeist“ und „Zeitgeist 2″ verkauft, in denen kaleidoskopartig alle am Netzwerk Emergent Deutschland Beteiligten als Autoren zu Wort kommen, um eine postmodernistische Revision des Evangeliums zu promoten. Beide Bücher beinhalten Beiträge von Johannes Reimer.

3. Mit seiner Aussage, daß „ich gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe, außer daß ich einige Doktoranden betreue, die sich zum Teil recht kritisch mit dieser Bewegung auseinandersetzen“, lenkt Johannes Reimer davon ab, daß er der Diplom-Betreuer und Doktorvater von keinem geringeren als Tobias Faix ist (Master of Theology 2003, Promotion 2006), dem intellektuellen Kopf von Emergent Deutschland und heutigen Leiter des „Studienprogramms Gesellschaftstransformation“ am Marburger Bildungs- und Studienzentrum mbs, des führenden emergenten Ausbildungsprogramms in Deutschland.

4. Dieser Sachverhalt erklärt möglicherweise die mindestens seit dieser Zeit bestehende und bis heute andauernde Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Johannes Reimer und Tobias Faix, die sich in der intensiven beständigen Mitwirkung Reimers am „Studienprogramm Gesellschaftstransformation“ (Slogan: „Gesellschaft – Gemeinde – Gerechtigkeit“), an den jährlichen „Studientagen Gesellschaftstransformation“ und an den aus dem Studiengang heraus initiierten „Transformationsprojekten“ wie z.B. „Das Beste für die Stadt“ in Hamburg zeigt, wo er in der fortgeschrittenen Projektphase als Hauptkonferenzsprecher ins Spiel geschickt wird – wie man überhaupt davon ausgehen kann, daß dort, wo Tobias Faix maßgebliche Projekte anschiebt, nach einiger Zeit auch Johannes Reimer in Erscheinung tritt.

5. Beim eben erwähnten „Studienprogramm Gesellschaftstransformation“ am Marburger Bildungs- und Studienzentrum mbs ist Johannes Reimer wichtiger, fest integrierter Dozent. Im als repräsentativ anzusehenden Modulhandbuch 2009/10 dieses Studienprogramms ist er (neben Tobias Faix, Christina Brudereck etc.) bei immerhin 4 der 10 Module als einer der verantwortlich Lehrenden benannt.

6. Johannes Reimer ist Leiter der „Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE)“, eines Netzwerks diverser christlicher Bildungseinrichtungen, das er selbst 1999 gründete. Aufgabe und Bedeutung der GBFE bestehen darin, daß sie der europäische Vertreter der University of South Africa (UniSA) ist und mit dieser akademisch kooperiert. UniSA ist die älteste und mit mehr als 250.000 immatrikulierten Studenten größte Fernuniversität der südlichen Halbkugel, stellt also das südafrikanische Pendant zur deutschen Fernuniversität Hagen dar. Die GBFE ist durch ihre Vereinbarungen mit der UniSA in der Lage, Studienprogramme der UniSA anzubieten und zu begleiten.

Die Entstehung der GBFE dürfte vermutlich zum Teil dem Umstand geschuldet sein, daß vor der offiziellen Akkreditierung der FTH Gießen es deutschen evangelikalen Ausbildungsstätten nicht möglich war, selbst international anerkannte berufsqualifizierende Abschlüsse zu vergeben, sondern hierzu der Umweg über die akademische Zusammenarbeit mit einer geeigneten ausländischen Universität nötig war, um dann deren Abschlüsse erwerben zu können.

Die Zusammensetzung des GBFE-Netzwerks, dessen Aufgabe es auch ist, durch fachspezifische Lastenaufteilung auf die Netzwerkpartner ein theologisches Grundlagenprogramm und ein Aufbaustudium im Vorfeld eines höheren UniSA-Abschlusses anbieten zu können, hat sich seit seinem Bestehen gelegentlich verändert, so ist z.B. Wycliff Deutschland im Sommer 2011 aus der GBFE ausgeschieden. Derzeit (August 2011) gehören der GBFE folgende Einrichtungen an:

Akademie für christliche Führungskräfte
Biblisch-Theologische Akademie Wiedenest (Forum Wiedenest) (*)
IGNIS Akademie für christliche Psychologie
mbs – Marburger Bildungs- und Studienzentrum, Studiengang Gesellschaftstransformation (**)
Neues-Leben-Seminar, Theologisches Seminar, Altenkirchen (*)
IGW – Institut für Gemeindebau und Weltmission, Zürich (**)
Theologisches Seminar Adelshofen
„Therapeutische Seelsorge“- Institut im EC Bayern, Neuendettelsau

(**) ist vollständig emergent ausgerichtet
(*) bietet wenigstens teilweise Veranstaltungen mit emergenter Ausrichtung an

Das Ausmaß der Präsenz emergent-postmodernistischer Theologie an diesen Einrichtungen ist unterschiedlich und scheint sowohl von der Nähe des fachlichen Schwerpunktes der jeweiligen Einrichtung zum Kern des missiologisch-ekklesiologischen Curriculums als auch von der Intensität des persönlichen Engagements Reimers an der jeweiligen Einrichtung abzuhängen. Die bedeutendsten Einrichtungen IGW und mbs-Gesellschaftstransformation sind jedoch voll-emergent, und abgesehen von der Akademie für Gemeindeaufbau Ditzingen (an der jedoch auch ausdrücklich nichtemergente Theologen arbeiten) sind alle wichtigen emergenten Ausbildungsstätten des deutschsprachigen Europas in der GBFE versammelt.

7. Die große Klammer um das GBFE-Netzwerk, die das ganze GBFE-Konstrukt überhaupt zweckmäßig macht, ist Reimers eigene Professorentätigkeit an der UniSA. Johannes Reimer ist nämlich außerordentlicher Professor für Missiologie am „Institut für Christliche Spiritualität, Kirchengeschichte und Missiologie“ an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der UniSA. Das in diesem Institut aufgegangene „Institut für Missiologie“ wurde vom weltweit bekannten Missiologen David J. Bosch gegründet, der (neben dem eigentlichen Schöpfer J.E. Lesslie Newbigin) als Miturheber der für die emergente Bewegung so charakteristischen Begriffsneuschöpfung „missional“ gilt und als engagierter Verfechter eines postmodernistischen Verständnisses christlichen Glaubens und christlicher Mission mit seinem Gedankengut großen Einfluß auf Brian McLaren und seine Bücher ausübte. Das Institut und sein Lehrkörper sehen sich von ihrem Selbstverständnis her als der Missiologie von David J. Bosch verbunden und verpflichtet:

Der Gründer und erste Leiter unseres Instituts, der späte Professor David J. Bosch, war weltweit bekannt für seine missiologischen Veröffentlichungen und für seine Rolle in ökumenischen Organisationen.
Die Mitglieder unseres Lehrkörpers folgen seinen Fußstapfen durch Veröffentlichungen und indem sie führende Rollen in der Southern African Missiological Society (SAMS), der International Association for Mission Studies (IAMS) und in der Produktion der internationalen akademischen Zeitschrift „Missionalia“ spielen.

(aus der Selbstbeschreibung des Instituts für Missiologie an der UniSA)

Entsprechend ist Johannes Reimer auch Mitherausgeber der südafrikanischen akademischen Zeitschrift „Missionalia“, deren Namen sich offenkundig vom Newbigin-Bosch’schen Adjektiv „missional“ ableitet und die entsprechend eine große Nähe zu emergent-missionaler Theologie aufweist. Das zur Zeitschrift gehörige Blog „Missio-logical“ beschreibt sich wie folgt und charakterisiert damit sehr gut die „Denke“ der Herausgeber:

Missio-logical is the space for readers, learners, teachers, researchers, pastors, thinkers, bloggers, authors, practitioners, followers, fans of missiology, the science of mission, mission studies, etc. We dialogue in close proximity to, amongst others the Southern African Missiological Society (SAMS), but also the International Association of Mission Studies (IAMS), but hopefully we remain sensitive, critical, probing, emerging in, what some would call a postmodern, others post-colonial, others neo-colonial context..

(aus der Selbstbeschreibung des Blogs „Missio-logical“)

8. Johannes Reimer wirkt als Referent bei der vom Wiedenester Evangelistik-Dozenten und früheren Kelsterbacher Baptisten-Pastor Klaus Schönberg geführten Gemeindeberatung „Paradies-Projekt“ mit, die 2011 in Zusammenarbeit mit mbs die emergenten regionalen „Studientage Gesellschaftstransformation“ in Korbach, Bremen (ausgefallen), Dautphetal, Berlin und (im November) Herrenberg durchführt und in deren Reihen mit Harald Sommerfeld ein prominentes Mitglied der Emergenten Bewegung tätig ist, dessen Part Reimer bei den „Studientagen“ in den „ländlicheren“ Veranstaltungsorten übernimmt. Als Reimers Schwerpunkte heutiger Arbeit werden auf der Website von Paradies-Projekt „Erforschung von gesellschaftsrelevanter Gemeindearbeit“, „Theologische Grundlagenbildung für missionales Handeln“ und „Visionsvermittlung für die Missio Dei“ genannt. Die beiden kursiv gesetzten Begriffe sind typische „Emergentismen“ ( Emergentes Glossar).

9. Während Johannes Reimer vehement bestreitet, „die Gemeinde Jesu in die Welt auflösen“ zu wollen, stellt er genau dies in seiner mit dem Sämann-Gleichnis überblendeten Auslegung von Johannes 12,24 auf Folie 14 seiner Powerpoint-Präsentation „Gesellschaftsrelevante Gemeinde – Gemeinde 3.0+“ als Notwendigkeit dar – wie überhaupt die ganze Präsentation eine Fundgrube für emergentes Gedankengut und Begriffe wie „inkarnatorisch“, „missional“, „Missio Dei“ und „Transformation“ darstellt ( Emergentes Glossar) und dementsprechend von der typisch emergenten Welt- und Reich-Gottes-Vorstellung und der darauf fußenden „missional-inkarnatorischen“ Sicht von Gemeinde durchzogen ist.

Wenn Johannes Reimer von sich sagt: „Meine größte Leidenschaft ist Gemeindebau. Am liebsten würde ich die ganze Welt zu Jüngern Jesu machen und sie alle in seine Gemeinde zu integrieren“, dann muß man leider ergänzen: unter Aufgabe des von der Bibel unterstützten Korrespondenzprinzips der Wahrheit im Namen des Postmodernismus, auf Kosten biblischer Eschatologie und unter Zugrundelegung der oben skizzierten völlig verfehlten Verständnisses des Wesens von Gottes Herrschaft und Gottes Reich im gegenwärtigen Zeitalter zwischen Pfingsten und Wiederkunft Jesu (hierzu lese man etwa Jesu Reich-Gottes-Gleichnis vom weggehenden und zurückkehrenden Fürsten in Lukas 19).

10. Johannes Reimer ist Mitgründer und einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindegründungsarbeit FeG “Mittendrin in Bergneustadt” und dort aktiv im Gemeindeaufbau tätig. Die Themen der von ihm und anderen dort gehaltenen Predigten im 1.Quartal 2011 (liegt mir als PDF vor) zeugen von einer völlig innerweltlichen, auf „Rechte“, „soziale Gerechtigkeit“, „Frieden“ und „Bewahrung der Schöpfung“ (ähnlich wie beim „konziliaren Prozeß“) gerichteten Weltsicht der Gemeinde, die das nach der weltweiten Gerichtszeit über das Böse kommende eschatologische Reich Gottes mit der Schaffung der „One World Now“ verwechselt. Der anerkennenswerte Aspekt, Gemeinde für Benachteiligte sein zu wollen, kann sicher nicht als Rechtfertigung hierfür herangezogen werden.

Der Name dieser Gemeinde stimmt übrigens mit dem Namen des diesjährigen Cuxhavener Dünenhof-Festivals („mittendrin – DünenhofFestival / Die JesusKonferenz“) überein und liegt auch sehr nahe am IGW-Motto „Mitten im Leben“. Diese Begriffe sind kein Zufall, sondern sind griffige Transportmittel der dahinter stehenden emergenten Welt- und Reich-Gottes-Vorstellung.

11. Seine zahlreichen parallelen und auch wechselnden Engagements wie auch seine Verbindungen zu Wirkungsstätten der Vergangenheit im rußlanddeutsch-brüdergemeindlichen Umfeld nutzt Johannes Reimer, um diese Stätten (z.B. die BTA Wiedenest) zu selbständigen Verbreitungszentren missional-inkarnatorischer Theologie und der damit verbundenen Reich-Gottes-Sicht zu machen. Reimer ist u.a. seit 2009 Dozent für Missiologie am Theologischen Seminar des BFeG in Ewersbach (Kronberg-Forum), nachdem er von 2005-2009 die gleiche Tätigkeit in Wiedenest ausgeübt hatte. Er doziert aber auch dort weiterhin regelmäßig, wie auch am IGW und am mbs – alles Stätten, die unter Reimers Einfluß zu Verbreitungszentren missional-inkarnatorischer Theologie geworden sind.

Wenn man angesichts dieses umfassenden persönlichen und auch theologisch-unterstützenden Engagements Johannes Reimers in der Emergenten Bewegung und auch im Sinne der Lehre dieser Bewegung dann aus seiner Feder Sätze liest wie „daß ich gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe, außer daß ich einige Doktoranden betreue, die sich zum Teil recht kritisch mit dieser Bewegung auseinandersetzen“ und ausgerechnet einen emergenten Pastor wie Jacob Wiebe von der Mosaik Church Detmold (der es eigentlich besser wissen müßte) ihn darin verteidigen sieht, dann drängt sich einem der Schluß auf, daß hier eine gigantische taktische Nebelkerzenwerferei betrieben wird, um besorgte Geschwister zu beschwichtigen und die Wachsamkeit von der Front, an der das Gedankengut der Emergenten Bewegung in breitem Strom die allgemeine christliche Szene flutet, abzulenken mit dem Ziel, dann die Emergentisierung der christlichen Szene – von lästigen Kritikern ungestört – fortsetzen zu können.

Schlußbemerkung

Wegen der jetzt mit Sicherheit auftretenden reflexartigen Empörung, man müsse sich doch erst mit Johannes Reimer in Verbindung setzen und die Kritik im persönlichen Gespräch mit ihm klären, bevor man sie öffentlich macht, möchte ich zum Abschluß auf die von Mosaik-Church-Pastor Jacob Wiebe eigens zur Stützung dieser Sichtweise erdachte Story um die fiktive Figur Mr. Yandoomoo eingehen ( auch mein Posting dazu). Die Geschichte und ihre Deutung atmen durch und durch postmodernistisches Denken, indem sie unsere Fähigkeit, Wahrheit analytisch zu ermitteln, völlig in Abrede stellen, da angeblich „Wahrheit und Lüge so massiv, allgegenwärtig und dicht gedrängt nebeneinander stehen, daß uns der Blick für die Realität fast unmöglich wird“. Dazu muß man wissen, daß für Postmodernisten Wahrheit nicht objektiv und absolut, sondern nur „kontextbezogen“ (ein ganz wichtiger Begriff der postmodernistischen Weltanschauung) existiert und – so behaupten sie – prinzipiell (erkenntnistheoretisch) nur dialogisch und diskursiv ermittelt werden kann; daher feiern Postmodernisten den Dialog über alles, während sie den Einsatz analytischer Methoden zur Wahrheitsfindung zutiefst verachten. Kritische analytische Betrachtungen kritikwürdiger Lehre ohne vorhergehenden Dialog mit dem Urheber werden daher vom Postmodernismus zurückgewiesen mit der Begründung, daß man den kritisierten Text „aus seinem Kontext herausgelöst“ hat. Daher diese Yandoomoo-Story, zu der nun – ganz abgesehen davon, was hier hinsichtlich des postmodernistischen Paradigmas zu sagen wäre – folgendes festzuhalten ist:

In diesem Posting geht es nicht um eine „delikate, zweifelhafte Geschichte“ vom Hörensagen – es geht vielmehr darum, daß Johannes Reimer öffentlich mit dem Selbstverständnis eines Lehrers der Gemeinde Jesu auftritt und die Gemeinde Jesu seit mehreren Jahren ganz bestimmte Dinge lehrt. Jeder mündige Christ hat das Recht und die Pflicht, öffentlich vorgetragene Lehren und die dahinter stehenden Absichten zu prüfen. Wo es sich nicht um ein Gerücht handelt, sondern diesbezüglich Originalquellen verfügbar sind, greift nicht Matthäus 18,15-18, weil es hier nicht darum geht, daß „ein Bruder am anderen sündigt“ ( mein Posting zu Matthäus 18,15-18). Wie bei Paulus mit den „Überaposteln“ in Korinth (2.Korinther 10-12) und mit Petrus in Antiochia (Galater 2,14) ist kein Zweiergespräch mit dem Urheber einer Lehre à la „Habe ich dich richtig verstanden?“ erforderlich – vielmehr müssen öffentlich vorgetragene falsche Lehre und das bewußte öffentliche gemeinsame Auftreten mit einer Bewegung, die Falsches lehrt, öffentlich richtiggestellt werden.

Ein britischer Emergent-Kritiker stellt in seinem Blog zu diesem Standardargument, erst miteinander reden zu müssen, treffend fest:

Wenn ein Autor etwas veröffentlichen möchte, dann muß er oder sie damit rechnen, daß ihre Werke in ihrer physischen Abwesenheit gelesen und erörtert werden. Wenn sie nicht in der Lage sind, sich selbst klar genug auszudrücken, so daß sie im gedruckten Wort allein zu verstehen sind, dann müssen sie zumindest ihr Werk nachbearbeiten, so daß es besser verstanden werden kann.

(aus einem Admin-Kommentar des Blogs „Emerging Church Concerns“, deutsche Übertragung: Torsten Narjes)

Und das gilt sinngemäß auch für Predigten, Vorträge, Konferenzen, AV-Aufzeichnungen und Powerpoint-Präsentationen. Bei einem Professor und Vortragsprofi wie Johannes Reimer darf man aber sicher davon ausgehen, daß er sich klar genug ausdrücken kann. Dann gilt aber, was einst der österreichische Pfingstpastor Albert Betschel schrieb:

Diese Lehrer können sich durchaus ausdrücken. Sie brauchen keine hilfreichen Interpreten. Es ist anmaßend, wenn wir meinen, ihnen Nachhilfeunterricht geben zu müssen, wie man sich besser ausdrückt. Ich sage noch einmal, diese genannten Brüder und andere sind durchaus in der Lage zu sagen und zu schreiben, was sie meinen. In dem, was sie sagen und meinen, aber müssen wir sie ernst nehmen. Und das heißt, das, was sie schreiben und sagen, das meinen sie auch so und nicht anders. Und wenn das, was sie sagen und damit auch meinen, nicht biblisch ist, dann müssen wir das aussprechen, um Schaden vom Volk Gottes abzuwenden.

(aus: Albert Betschel, „Verführerische Lehren der Endzeit“, C.M.Fliß-Verlag, S. 39-40)

Es empfiehlt sich, dem Link oben zu folgen und Narjes' Blog-Eintrag zu besuchen. Im originalen Beitrag sind die Quellen (Podcasts etc.) verlinkt.
Zwei der Podcasts waren ausreichend, um meine bis dato bereits bestehende Überzeugung zu festigen, dass geschickt im Schafpelz getarnte Wölfe wie Prof. Reimer bereits heute als Wegbereiter und möglicherweise Steigbügelhalter des kommenden Antichristen fungieren.

Christian O. hat geschrieben:Ansonsten: es wird ein Vortrag von Ebertshäuser empfohlen, ohne das jemand dies detailliert zu begründen hätte, was absolut ok ist. Ich nun beurteile diesen Vortrag anders, tue dies kund, und soll das nun in epischer Breite begründen müssen? Ich sehe keinen Anlass dazu, vor allem nicht auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die Leute, die man anhand der Bibel herausfordert, dann "die Straßenseite" wechseln, anstatt mal auf ein paar ganz einfache biblische Anfragen zu reagieren.

Von mir aus kannst du den Vortrag beurteilen, wie du willst. Mir geht es zunächst primär um die Begründung deines Urteils. Und um das, was die Bezeichnung Begründung verdient, hast du dich bislang gedrückt.
Ich wiederhole mich: Bitte erbringe den Nachweis für deine Unterstellung, R. Ebertshäuser würde angeblich "Falschmeldungen", "jede Menge Übertreibungen", "Angstmacherei" etc. verbreiten.
Und bedenke dabei: Nicht ich, sondern "ebo" hat die Straßenseite gewechselt. Bisher war jedenfalls der Eindruck entstanden, du wärst intelligent genug, um zwischen zwei Personen und deren Beiträgen hier unterscheiden zu können. Aber bist du darüber hinaus auch aufrichtig genug?

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas

PS.
Wie definierst du die "Herausforderung an ein relevantes Christ - Sein"?
Die Summe DEINES Wortes ist Wahrheit,
und jedes Recht DEINER Gerechtigkeit bleibt ewig.

Psalm 119:160
TJS
 
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