Fragen an Christina Brudereck.

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Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon epaphroditus am So 18. Jan 2009, 04:04

Liebe Brüder,
ich werde irgendwann demnächst mal zu Frau Brudereck fahren und ihr alle die Fragen stellen, über die wir hier Diskutieren. Wir vermuten viel. Um aber nicht weiter über ihre vermeindlichen Absichten zu spekulieren, sollten wir doch den direkten Weg gehen und Fragen stellen. Ich gebe nun hiermit die Möglichkeit frei, dass jeder Fragen aufschreiben kann. Ich werde dann nach einem Gespräch die Antworten hier zur Diskussion stellen.

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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon toffil am So 18. Jan 2009, 11:24

epaphroditus hat geschrieben:Liebe Brüder,
ich werde irgendwann demnächst mal zu Frau Brudereck fahren und ihr alle die Fragen stellen, über die wir hier Diskutieren. Wir vermuten viel. Um aber nicht weiter über ihre vermeindlichen Absichten zu spekulieren, sollten wir doch den direkten Weg gehen und Fragen stellen. Ich gebe nun hiermit die Möglichkeit frei, dass jeder Fragen aufschreiben kann. Ich werde dann nach einem Gespräch die Antworten hier zur Diskussion stellen.
Im Herrn verbunden, epaphroditus

Hallo Epaphroditus,

um hier nichts doppelt und dreifach zu machen, wäre es vielleicht am Besten, wenn Du einfach die unterschiedlichen Aussagen und Argumente zentral aufgreifst und daraus Deinen Fragenkatalog bastelst.

Darüber hinaus möchte ich nicht unken, aber ich verspreche Dir wenig Aufschlußreiches für dieses Gespräch.
toffil
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon epaphroditus am Do 30. Apr 2009, 10:19

hallo zusammen,
inzwischen war ich dort. und ich fand das gespräch aufschlussreich.
zum beispiel habe ich verstanden, dass es ihr primär um ihre arbeit geht und nicht darum die gesamte christenheit in deutschland auf irgendeine linie zu bringen. zweitens frage ich mich, wieviel deutsche kultur sich in unsere kreise eingeschlichen hat, die aber garnicht biblisch ist, von uns aber so vertreten wird. und drittens lebt man dort gemeinde, die für die zielgruppe der "religiös suchenden" menschen sehr evangelistisch ist.

jetzt warte ich auf euer urteil.

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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon toffil am Fr 1. Mai 2009, 10:36

Erstens frage ich mich, warum zwischen der Art, wie die Frau ihre Arbeit tut, und der "gemeinsamen Linie der Christenheit" ein Unterschied sein muß. Falls sich beide an der Bibel orientieren, zumindest da wo man diese zweifelsfrei interpretieren kann, sollten sich die Aspekte ihrer Arbeit mit der Art, wie Christen generell leben sollen, decken.

Zweitens würde ich zwar nicht von einer "deutschen" Kultur reden, die sich in christliche Kreise eingeschlichen hat, sondern von "weltlicher". Es werden immer mehr weltliche Dinge in die Gemeinden gebracht, welche mit frommen Formulierungen zu christlichen Aktivitäten umgedeutet werden.

Drittens ist hinsichtlich Evangelisation die Priorisierung entscheidend. Das Gemeindeleben, die Anbetung, das Lob, das Wachsen im Glauben muß Priorität genießen gegenüber der Evangelisation. Eine Gemeinde, welche die Evangelisation an die erste Stelle rückt, fällt auf Dauer auseinander.
toffil
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon epaphroditus am Do 4. Jun 2009, 16:48

lieber toffil
zu erstens: das ist eine aussage, die ich so nicht stehen lassen kann. es gibt nur eine allgemeinde linie der christen, die sich an der bibel orientiert. aber diese linie ist von ort zu ort und von zielgruppe zu zielgruppe unterschiedlich. das merkt man sogar schon in den versammlungen. ich will keiner versammlung absprechen, dass sie auf dem boden der bibel arbeitet und doch sind alle irgendwie unterschiedlich.
also ist es für mich kein argument, dass frau brudereck genauso arbeiten muss wie es alle tun, zumal es "alle" wie beschrieben garnicht gibt.

zu zweitens: auch hier ist deine aussage nicht zutreffend. ich verweise auf die diskussion zu kultur und evangelium in der sich schon extrem gestritten wurde über dieses thema. natürlich haben wir eine deutsche kultur in unseren gemeinden. das mit dem begriff weltlich zu beschreiben würde bedeuten, dass es ein evangelium und eine gemeindeform gibt, die gänzlich ohne kultur auskommt. und das wiederum würde bedeuten, dass schon die jünger in jerusalem weltlich gemeinde gelebt haben, weil sie israelitische kultur in ihre gemeinde gelassen haben.

zu drittens: danke für den hinweis. ich möchte hinzufügen: eine gemeinde, die der evangelisation keine priorität gibt stirbt aus! es gibt nur einen auftrag des herrn an seine gemeinde: geht hinaus in die welt und verkündigt der schöpfung! macht zu jünger, tauft! ich sehe hier an erster stelle mission und folgend wachstum. anbetung und lob sind darin ingebriffen. und gemeindeleben ist ein nachgeordnetes anliegen.
ich habe noch keine gemeinde erlebt die auseinander gefallen ist, weil sie evangelisisert hat. aber ich kenne viele eingeschlafene versammlungen, die sich ständig um sich selbst gedreht haben.

ihv epaphroditus
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon toffil am Fr 5. Jun 2009, 12:06

Hallo Epaphroditus,

ich meinte genau diese allgemeine Linie in der Christenheit! Es gibt sozusagen einen Korridor für christliches Leben in der Bibel, in welchem sich Gemeinden und Versammlungen bewegen und dabei durchaus in mancherlei Hinsicht unterschiedlich sein können. Und zwischen evangelistischer Arbeit und diesem Korridor darf es keine Diskrepanzen geben.

Auch hinsichtlich kultureller Einflüsse ist alles anhand der Schrift und des oben erwähnten Korridors zu prüfen.

Hinsichtlich Evangelisation liegst Du aus meiner Sicht falsch. Es gibt den Missionsauftrag überhaupt nicht explizit an Gemeinden oder Versammlungen! Es gibt aber sehr wohl biblische Vorgaben zum Gemeindeleben, und da stehen Anbetung und lehrmäßige Zurüstung an vorderster Stelle. Eine gottgemäße Evangelisation kann zwangsläufig erst danach kommen, weil sie ohne diese geistliche Zurüstung nicht funktioniert.

Ungeachtet des richtigen Hinweises, dass Versammlungen eingehen, wenn sie sich nur um sich selbst drehen, ist die Zahl der Gemeinden, die daran kaputtgegangen sind, weil sie der Evangelisation Priorität A eingeräumt haben, hoch! Eben weil sie die richtige Priorisierung nicht hingekriegt haben.
toffil
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon epaphroditus am Fr 5. Jun 2009, 13:43

hallo toffil,

ich habe den eindruck, dass die arbeit von frau brudereck sich in der allgemeinen linie wie du sie nennst bewegt. und ich glaube es steht uns nicht zu die grenzen zu beurteilen und andere deshalb zu richten. das macht gott durch seinen segen.

deine ansicht der kultur ist so nicht nachweisbar. wie willst du anhand der bibel die kultur für richtig und für falsch erklären? jüdische kultur des ersten jahrhunderts ist richtig und deutsche kultur von heute falsch?

du behauptest also, dass der missionsbefehl nur an die jünger gerichtet ist und nicht an die gemeinden heute? mein lieber toffil! das schockiert mich! wenn das noch mehr leute so sehen ist es keine frage, warum sich die christen um sich selbst drehen. wenn der auftrag nur den jüngern gelten würde, dann wäre die evangelisation und mission nach maximal 80 jahren vorbei gewesen.

deine argumentation mit sterbenden evangelisiserenden gemeinden lässt sich leider nicht belegen. es ist dein gefühl und vielleicht kennst du auch die eine oder andere gemeinde (wobei hier namen natürlich schön wären - aber muss nicht sein). aber ansonsten ist es eine provokative aussage, die sich nicht prüfen lässt. ich kenne keine versammlung, die wegen zuviel evangelisation eingegangen ist! und ich kenne einige versammlungen. aber ich kenne eine reihe versammlungen, die auf ihren gemeindetod warten, weil sie sich nur um sich drehen, lehren und brotbrechen feiern, aber leider niemand dazu kommt.

im herrn verbunden
epaproditus
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon toffil am Sa 6. Jun 2009, 10:39

Was ich bisher über Frau Brudereck gehört habe, läßt mich vermuten, dass sie von irgendeiner allgemeinen christlichen Linie, die sich an der Bibel orientiert, ungefähr so weit weg ist wie ich von der olympischen Goldmedaille im Marathonlauf!

Ich weiß nicht, was Du hinsichtlich der Kultur sagen willst. Mir geht es doch nicht darum, irgendeine Kultur für richtig oder falsch zu erklären, sondern darum, sämtliche kulturellen Einflüsse auf die Christenheit anhand der Bibel zu prüfen.

Hinsichtlich des Missionsbefehls hast Du mich mißverstanden. Meiner Meinung nach gilt der Missionsbefehl jedem Christen. Er ist aber nicht gegenüber einer Institution Gemeinde, Kirche oder Versammlung ausgesprochen worden, sondern schlicht gegenüber Einzelpersonen.

Was das Eingehen von Gemeinden anbelangt, hat das nicht mit zuviel Evangelisation zu tun, sondern mit dem Setzen falscher Prioritäten. Die Evangelisation wird aus einem sehr gut nachvollziehbaren Grund oft an die erste Stelle gesetzt: Man sagt sich einfach, die vorhandenen Gemeindemitglieder sind ja schon errettet, das war das Wichtigste, und jetzt ist die nächste wichtigste Aufgabe, Andere zum Heil zu führen. Gut verständlich, aber falsch.

Denn ohne göttliche Zurüstung kann man nicht evangelisieren. Deshalb muß das Gemeindeleben mit Anbetung und Lehrvermittlung an die erste Stelle gesetzt werden und die Evangelisation dahinter.

Faktisch ist es so, dass missionarisch ausgerichtete Gemeinden ihre (bereits geretteten) Mitglieder Sonntag für Sonntag evangelisieren, aber gleichzeitig versäumen, ihnen die dringend benötigte Lehre zu vermitteln.

Und wie Gemeinden dadurch kaputtgehen, kannst Du nachlesen, wenn Du Dich intensiver mit dem Thema befaßt. Pragmatismus, besucherfreundliche Gemeinde etc. sind die Stichworte hierfür.
toffil
 

Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon epaphroditus am Sa 6. Jun 2009, 11:47

hallo toffil,
deine vermutungen in allen ehren. aber mit vermutungen in allen ehren, aber das ist ine absolut unfaire art und weise über frau brudereck zu richten. ich schlage vor du sprichst mal mit ihr selbst oder du sagst besser nichts über ihren fitnesszustand.

kulturelle einflüsse überprüfen ist garkein problem, sogar gut. aber was heute von seiten vieler christen gemacht wird ist dinge als "weltlich" zu bezeichnen, die einfach nur kulturell bedingt und von seiten der bibel nicht grundsätzlich schlecht sind. dabei ist dann grundsätzlich alles schlecht, was neu ist. und das alte, kulturell bedingte der frühen christenheit oder der gründerzeit der brüderbewegung, ist gut. das kann doch nicht sein. in der bibel steht nichts von getrenntem sitzen. es ist eine kultur des 19. jahrhunderts und demnach heute nicht mehr notwendig. aber man sieht das als das biblischste schlechthin. und auf der anderen seite wettert man dagegen, dass christen zum singen aufstehen, nur weil das heute kulturell üblich ist. man bezeichnet sowas dann als weltlich.
ich könnte haufenweise beispiele anführen. aber dazu ist hier kein platz. darüber hat man sich an anderer stelle im forum schon ohne ergebnis ausgetauscht. was frau brudereck macht ist nichts anderes. sie überprüft anhand der bibel welche verhaltensweisen kulturell geprägt sind und somit durch andere kulturelle nicht gegen die bibel gerichteten verhaltensweisen ersetzt werden können.

den missionsbefehl als persönlichen auftrag zu sehen und die gemeinde davon auszunehmen halte ich ich für ebenso falsch, wie ihn generell zu vernachlässigen. das würde meines erachtens bedeuten, dass die persönlichen anweisungen des timotheusbriefes nur an ihn gerichtet sind und alle anderen briefe nur die jeweilige gemeinde betreffen. alternativ könnte man anweisungen angemeinden so verstehen, dass der einzelne davon ausgenommen ist.
das ist eine sehr komische ansicht, die su da hast und ich frage mich ehrlich wer sonst noch so eine meinung haben könnte.

natürlich ist es wichtig zu evangelisieren. dass du das als falsch betrachtest ist eine absolut komische ansicht. klar ist es wichtig zugerüstet zu werden. aber man kann auch evangelisieren, wenn man erst einen tag errettet ist. das sind oft die besten evangelisten, weil sie für den herrn jesus brennen. evangelisieren heisst auch nicht jeden sonntag nur evangelistisch zu predigen. evangelisation ist eine grundhaltung. im privaten bereich und in der gemeindeausrichtung. das bedeutet offenheit und zeit für andere menschen.

dein hinweis auf kaputte gemeinden und die literatur dazu werde ich überlesen. hier beginnt wieder das allgemeine wettern gegen andere christen. das ist zank und streit und daran will ich mich nicht beteiligen.

ihv
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Re: Fragen an Christina Brudereck.

Beitragvon toffil am Sa 6. Jun 2009, 15:02

Hallo Epaphroditus,

ich fürchte, wir mißverstehen uns weiterhin völlig! Ich will versuchen, das was ich denke, nochmal besser zu formulieren:

1. Christina Brudereck
Nach allem was ich über die Dame gehört und gelesen (z. B. http://homepage.univie.ac.at/paul.zuleh ... 052b647f53) habe, denke ich, dass sie eine ziemlich üble Vermischerin von christlichen Inhalten mit esoterischen und New-Age-Dingen ist. Das hat meines Erachtens mit dem biblischen Evangelium und seiner korrekten Verkündigung nichts zu tun.

2. Kulturelle Einflüsse
Mir ist völlig egal, wie Menschen in Gottesdiensten sitzen. Ob das überhaupt mit Kultur zu tun hat, weiß ich nicht. Ich möchte lediglich betonen, dass alles, wirklich alles, was Christen oder Gemeinden tun, anhand der Bibel verifiziert werden sollte. Wenn sich irgendwelche kulturellen Einflüsse ändern, dann sollte man in der Bibel nachschauen, ob etwas dagegen spricht, Neuerungen zu übernehmen.

3. Missionsbefehl
Ich sage kein Wort davon, dass man die Gemeinde von der Mission ausnehmen soll. Ich will nur zunächst mal klarstellen, dass dieser Befehl ausschließlich an Einzelpersonen gerichtet war, die zu dieser Zeit keine Gemeinde in unserem Sinn bildeten. Darüber hinaus lautet der Befehl: "Geht hinaus (zu den Menschen)" und nicht "holt sie herein". An beides sollten Gemeinden denken, wenn sie evangelistische Aktivitäten planen und sich komplett als "missionarische Gemeinde" ausrichten wollen.

Du hast recht, dass brennende Herzen wichtig sind und dass das gesamte Leben eine Evangelisation sein sollte.

Und ich habe nirgendwo angedeutet, Evangelisation für falsch zu halten. Aber ich kritisiere die falschen Prioritäten. Das Gemeinde- oder Versammlungsleben ist für die Gemeinde oder die Versammlung da, nicht für die Ungläubigen. Sollten die kommen, ist das sehr schön, und man muß sie mit der größten Gastfreundschaft willkommen heißen. Aber die üblichen Gemeindezusammenkünfte dürfen nicht auf Ungläubige ausgerichtet werden, sondern auf die Gemeinde selbst.

Nur wenn man in der Gemeinde die nötige geistliche Kraft tankt, kann man ein authentisches evangelistisches Leben führen.

Genau in diesem Punkt begeht die moderne Christenheit eklatante Fehler. Die Lehre, die Zurüstung, das Gebet werden total vernachlässigt, vielfach um der Mission willen. Das Ergebnis ist, dass die Gemeinden geistlich immer schwächer werden und dann zwangsläufig auseinanderbrechen.

Das alles hat nichts mit Wettern gegen andere Christen zu tun, sondern ist an dieser Stelle eine völlig emotionslose Zustandsbeschreibung und im konkreten Gespräch mit Gemeindeverantwortlichen liebevolle Ermahnung (die aber keiner hören will).
toffil
 

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