Überwindung von Sektierertum

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Überwindung von Sektierertum

Beitragvon donnerruf am Fr 30. Nov 2012, 22:07

Nach meiner Bekehrung zum HERRN JESUS CHRISTUS wurde mir recht schnell klar, dass das Leben als Christ – wie bei einem Tisch, damit er nicht umkippt – mindestens auf drei Beinen stehen muss: Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft. Die berühmten drei G´s.

So sehnte ich mich als aus der Welt und ihren Systemen Herausgerufener natürlich auch nach geistlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen am Ort, die sich im Namen des HERRN JESUS CHRISTUS auf biblischer Grundlage versammeln.

Von Anfang an konnte ich die Zerrissenheit in verschiedene Denominationen (Benennungen) nicht verstehen und erst recht nicht gutheißen. Um so erfreuter war ich darüber, dass es im Gegensatz zu den eine Mitgliedschaft fordernden Organisationen hier auch eine Versammlung gab und noch gibt, die die Einheit des Leibes Christi durch Absonderung von der Welt, einschließlich ihrer weltlich organisierten religiösen Systeme, ausdrücken will.

Es geht bei der Versammlung ja auch darum nicht gleichförmig der Welt zu sein, sondern um eine Herausgerufene (Ekklesia) und für ihren Bräutigam geschmückte Braut. Siehe dazu z.B. Römer 12, Jakobus 4, Hebräer 13, Gal. 4:26, Offenbarung 21…

Als ich die Lehren der sogenannten „geschlossenen Brüder“ jedoch näher unter die Lupe nahm (gem. 1.Thess. 5:21) stellte ich fest, dass ihre Begründungen für Ausschlüsse vom Brotbrechen vielfach nicht in der Schrift verankert sind. So wurden z.B. Geschwister nicht zugelassen bzw. ausgeschlossen, weil sie einen Fernseher haben; Frauen, deren Männer sich haben scheiden lassen; wer nicht in jeder Einzelheit der Dispensationslehre von Bruder Darby zustimmte; wer nicht bereit war die Mahlgemeinschaft nur noch exklusiv zu halten; wenn nicht alle Brüder der örtlichen Versammlung zustimmten usw.

Von der Selbstprüfung im Bezug auf das Mahl des Herrn gem. 1.Kor. 11:28 und der Möglichkeit, dass in Korinth auch unwürdig Brot und Wein genommen wurde – man es also offensichtlich nicht zurückhielt – wollte man dort nichts wissen. Wobei selbst der HERR JESUS den Verräter Judas am Mahltisch beließ, siehe u.a. Lukas 22…

Die betrübliche Frage des HERRN an seine Jünger war eher „Wollt ihr auch weggehen?“ (Joh. 6:67) aber er schloss sie nicht aus. Anders die „geschlossenen Brüder“. Sie nahmen mich nicht auf, vielleicht auch, da ich mich für die Schwestern einsetzte, die Sehnsucht nach der Gemeinschaft am Tisch des HERRN hatten, deren Männer aber unglücklicherweise Ehebruch begingen, oder, da ich mich für einen Bruder einsetzte, der sogar seinen Fernseher wegbrachte, ein reines Leben führte, aber psychisch angeschlagen war. Vielleicht auch, da ich wiederholt auf 1.Kor. 11 verwies und die gebotene Selbstprüfung…

Doch wie geht man damit um? Zum einen gemäß Markus 6:11 „Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht hört, da geht hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie.“ Zum anderen aber auch – um die Möglichkeit zur Teilhabe am Brotbrechen allen wiedergeborenen Christen im Ort zu ermöglichen – dadurch, dass ich diejenigen, die mich aufgrund ihrer Verirrung ausschlossen, wieder einschließe.

Ja, ich habe dies nach dem Vorbild eines schon 1965 heimgegangenen Bruders getan, der sagte: „Wenn ihr mich ausschließt, dann schließe ich euch wieder ein.“ Welch eine Gnade und Liebe – und da ich sie zu den Brüdern auch habe, handelte ich ebenso. Sie kamen zwar nicht und haben sich damit von der Einheit des Leibes Christi abgespalten, die aber kamen, waren umso gesegneter. Es sollte nun unser Gebet sein – in Übereinstimmung mit Johannes 17 – dass alle wahrhaft Gläubigen eins seien, damit die Welt IHN und SEINE LIEBE erkennt.

Mit Lukas 14:17 möchte ich schließen: „Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!“

Euer Bruder in dem HERRN JESUS CHRISTUS, Christian
donnerruf
 
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Re: Überwindung von Sektierertum

Beitragvon Robert am Mo 17. Dez 2012, 13:17

Als ich von den Pfingstlern zur Brüdergemeinde kam, glaubte ich , daß ich endlich einen heileren Gemeinde-Verband kennenlernen durfte.
Stimmte aber nicht, hier ist man genauso uneinig.
Woran liegt es?Weil Tradition oft die Wahrheit der Bibel überstimmt.
Nur zu unserem HERRN JESU versammeln, nicht auf Tradition achten wenns um Glaubensfragen geht.
Liebe Grüße Robert
Robert
 
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