Zulassung zum Abendmahl wenn zweites Mal verheiratet

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Zulassung zum Abendmahl wenn zweites Mal verheiratet

Beitragvon wolfsrudel am Fr 20. Jan 2017, 11:34

Einen schönen guten Morgen,

Teilnahme am Tisch des Herrn!

Welche Kriterien gibt es hier? Wenn Brüder ein zweites Mal verheiratet sind

b) der Partner nicht am Mahl teilnehmen will oder noch nicht

c) dieser; angenommen, auch noch nicht gläubig is, oder in eine andere Gemeinde geht

Anfang der 80´Jahre habe ich mich zum Tisch gemeldet, da waren die Zulassungskriterien aber schon ziemlich streng. Bekam diese aber, auch ohne Teilnahme der Ehefrau.

Schlussendlich haben wir beide eine andere Gemeinde besucht und ich wurde wieder rausgemeldet.

Gruß

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Re: Zulassung zum Abendmahl wenn zweites Mal verheiratet

Beitragvon Felix am Do 2. Mär 2017, 12:05

Hallo wolfsrudel!

Ich war lange nicht mehr hier, lese just Deine Frage und versuche einmal nach meiner Auffassung darauf einzugehen.

wolfsrudel hat geschrieben:Teilnahme am Tisch des Herrn!
Welche Kriterien gibt es hier? Wenn Brüder ein zweites Mal verheiratet sind


Wird u.U. regional verschieden bewertet, da ich meine, dass es verschiedene Ansichten bezüglich der "Möglichkeit der Wiederheirat" gibt.
Der grundsätzlichen Frage, der sich der wieder verheiratete Bruder allerdings und mindestens stellen muss ist klar: liegt ein sündiger/unbiblischer Zustand vor oder ist der Bruder der sog. "unschuldige Teil" eines Ehebruchs?
Und allein diese Frage wird bei sog. Zulassungsgesprächen das K.O. Kriterium sein - und ich meine sogar unabhängig von "offen" oder "geschlossen" oder "AV" o.a..

b)
der Partner nicht am Mahl teilnehmen will oder noch nicht

halte ich für nicht relevant, denn Ehepartner sind ja nicht gleichgeschaltet. ;-)

c)
der Partner [...] auch noch nicht gläubig ist

ist auch kein grundsätzliches Hindernis zur Teilnahme am Abendmahl, denn ein Ungläubiger steht in diesem Sinne nicht unter der Beurteilung durch eine örtliche Gemeinde, noch kann er Kriterium eines Zulassungsgespräches sein. Hier gilt für "den Bruder" 1Kor 7,12-16 und der Ungläubige muss sich im Licht und Sinn der Bibel erkennen und Buße tun.

Der Ehepartner ist ungläubig und gemeindemäßig im NT Sinne noch "draußen", denn Paulus schreibt, "was habe ich auch zu richten die draußen sind? Ihr,[die örtliche Gemeinde] richtet ihr nicht die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott" nach 1Kor 5,12.13 und für den Bruder gilt demnach "Wandelt in Weisheit gegen die, die draußen sind, die gelegene Zeit auskaufend. Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt." Kol 4,5.6 Seine einzige Sorge und Priorität sollte sein, dass der Partner zum Glauben und Frieden mit Gott kommt.

oder in eine andere Gemeinde geht
hielte ich in puncto Zulassung für doppelt schwierig und da ist 1. der Part der "exklusiven Verbindungs- und Verunreinigungslehre" (also was wird in der "anderen Gemeinde" gelehrt und wie ist die Verbindung des Bruders dahin/nimmt er dort auch ab und zu am Abendmahl teil?) noch die geringere Schwierigkeit, denn 2. warum soll durch eine Zulassung "des Bruder" seine geistliche/biblische Verantwortung in der Ehe und innerhalb der Gemeinschaft der Geschwister "seiner" örtlichen Gemeinde über Gebühr belastet werden?

Also, ich halte eine Ehe mit unterschiedlichen Gemeindezugehörigkeiten der Partner für allein schon schwierig genug, weil nicht nur das Christsein allgemein sondern auch ein Gutteil des "Verharrens in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten" nach Apg 2,42 bei den meisten der "am Abendmahl Teilnehmenden" ein gewisser Lebensinhalt ist. Das allein - sorry - ist schon eine komplizierte Konstellation, warum sollten die Verantwortlichen der örtlichen Gemeinde diese und die Verantwortung "des Bruders" in Ehe und Gemeinde darüberhinaus durch eine Zulassung zum "Tisch des Herrn" noch mehr belasten?


Freundlichst. Felix
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Re: Zulassung zum Abendmahl wenn zweites Mal verheiratet

Beitragvon wolfsrudel am Do 1. Jun 2017, 16:08

Nachricht an Felix, dank für deine Mühe, bin selten in diesem Blog; so antworte ich erst spät. Es ist wohl so wie ich es auch dachte. Ich wurde vor einem Monat gefragt ob ich mich mit meiner Frau vertragen hätte, von einem bekannten Bruder. Da es auch mit meiner jetzigen Frau nicht so gut steht, war mir aber klar, wer gemeint ist.

Kurze Zeit später traf ich nach Jahren meine geschiedene Frau in der U-Bahn. Den Mut gefasst, sie anzusprechen! Es war nur kurz. Möchte doch der Herr etwas daraus entstehen lassen.
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